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Mörk Gryning - s/t (7/10) - Schweden - 2005

Genre: Black Metal
Label: Black Lodge
Spielzeit: 48:55
Band homepage: -

Tracklist:

  1. Lazarus Rising
  2. Ingen Dyrkan
  3. The Sun
  4. Into Oblivion
  5. The Aurora
  6. Pure
  7. All Discarded
  8. Disguise My Parting
  9. Neverwhere (At The Gates Cover)
Mörk Gryning - s/t

Trotz der Trennung von MÖRK GRYNING in den ersten Wochen des Jahres 2005, entschied sich die Band ihre beeindruckende Karriere mit einem letzten Album abzuschließen. Und obwohl die Band aufgrund des Ausstiegs von Goth Gorgorn, dem Hauptgitarristen und Sänger, all ihr Interesse am extremen Metal verloren hatte, haben sie es dennoch geschafft ein solides Black Metal Album zu schaffen, das ein ganz eigenes Feeling besitzt.

 

In der Tat denke ich beim Hören von MÖRK GRYNING manchmal an MESHUGGAH und ähnliche, wenn man die Tatsache mal außer Acht lässt, dass dies gut produzierter Black Metal ist und sich weniger modern anhört. Sicher, bei genauerer Betrachtung der Philosophie diese Genres, sind MÖRK GRYNING nicht gerade DARKTHRONE, weder von der Musik her, noch in ihren Texten, aber da die meisten Leute Alben ohnehin nicht mehr danach beurteilen, mich eingeschlossen, haben wir hier sicherlich ein kompetentes, geschickt ausgeführtes  Album, das es wert ist, Beachtung zu finden.

 

Stichwort Ausführung: Technisch sind MÖRK GRYNING sehr gut dabei. Draakh Kimera zeigt Geschwindigkeit und Differenzierbarkeit zur selben Zeit in Rhythmen  und auffallenden Fill-ins, wobei der Sound nie überladen wirkt, oder Riffs und Texte nicht zueinander passen. Die Texte sind meistens ebenfalls gut gelungen, auch wenn sie bei Gelegenheit geringfügig über die Stränge schlagen, womit ich meine, dass einige Growls ein wenig ... komödiantisch sind (z.B.: in Pure) – Es ist schwer zu erklären, jedenfalls sind die Growls kein großes Problem – nur ein persönliches Ärgernis. Das Gitarrenspiel unterstreicht das Schlagzeug, um Dichte zu erzeugen, selbst wenn da keine angeberischen Soli zu finden sind. In der Tat kann man eine professionell gespielte Bassgitarre vernehmen, die in einigen ruhigeren Passagen deutlich zur Geltung kommt.

 

Alles in allem wirklich gut, bis auf die Tatsache, dass MÖRK GRYNING ein wenig kurz geraten ist. Ich habe bei wesentlich kürzeren Alben weniger zu kritisieren gehabt – MÖRK GRYNING scheint einfach mehr Songs zu brauchen, oder einige sollten wenigsten etwas länger sein. Das vorliegende Songmaterial ist so gut, dass man mehr oder längere Lieder daraus hätte machen können. 48:55 Minuten scheint eine vernünftige Zeit zu sein, aber „Neverwhere“, welches ein weniger gutes Cover von AT THE GATES ist, nimmt alleine schon sechs Minuten in Anspruch, was das eigentliche Album dann auf knappe 40 Minuten reduziert. Aber anderseits ein genießbarer und zufrieden stellender Release, der mich versuchen lassen wird, andere Werke dieser Band zu besorgen. (Online 9. Mai 2006)

Tom Bartlett



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