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6 tablaturen für Gorefest


Gorefest - La Muerte (9/10) - Niederlande - 2005

Genre: Death Metal
Label: Nuclear Blast Records
Spielzeit: 64:43
Band homepage: Gorefest

Tracklist:

  1. For The Masses >mp3
  2. When The Dead Walk The Earth
  3. You Could Make Me Kill
  4. Malicious Intent
  5. Rogue State
  6. Man To Fall
  7. Exorcism >mp3
  8. Till Fingers Bleed
  9. The New Gods
  10. La Muerte
Gorefest - La Muerte

Trotz ihres Namens sind GOREFEST nicht die Grind- oder gar Gore-typische Band, wie es vielleicht der Bandname übermitteln mag. Auf „La Muerte“ spielen sie einen langsameren, arschtretenden „Death ‘n’ Roll“ Stil in Richtung der kürzlicheren Sachen von GRAVE. Für mich ist das ein guter Gesichtszug, ein sehr guter sogar. Nach sechs Jahren der Abstinenz schlossen sich GOREFEST für das Dynamo Fest 2004 wieder zusammen und sie erreichen haufenweise Lobeshymnen. Die Band hat sich wieder zusammen getan und deren erste Bemühung seitdem ist das fantastische Album „La Muerte“. „For The Masses“ beweist ganz einfach, dass Death Metal die Stärke von GOREFEST ist und sie spielen so gut wie kaum ein anderer, indem sie ein bösartiges Hämmern heraushauen, um sicher zu gehen, dass keine blöden Rückfragen bezüglich ihrer Herkunft auftauchen. Außer mit Power Metal kann ich mit allem etwas anfangen, aber die auf und ab wogende Geschwindigkeit, der dreckige, schlammige DN auf diesem Album ist das was ich meisten leiden kann, wenn es ordentlich ausgeführt wird. Es wird meisterhaft auf „La Muerte“ ausgeführt.

 

Das dritte Stück „You Could Make Me Kill” ist solch ein epischer Track, es zahlt sich meiner Meinung nach für jedermann aus, es anzutesten. Es ist ein absoluter Kracher, es beinhaltet auch ein feines Solo, das mir in einem Death Metal Song schon lange nicht mehr untergekommen ist. Es ist kein abgestumpftes Solo sowie ein altmodisches, jammerndes Break, das auf einem Album von IRON MAIDEN sein könnte. Es passt so gut in diese schwerere Struktur, dass es den Song signifikant steigert. So ziemlich wie Barney Greenway von NAPALM DEATH hat Jan-Chris de Koeyer einen vollen, epischen Growl, der Aufmerksamkeit erweckt und trotzdem aber clear genug ist, um die meisten Lyrics auszumachen.

 

Während sie ziemlich spät mit ENTOMBED verglichen werden, finde ich, dass GOREFEST hier weitaus potenter und brausender sind, als es die schwedischen Meister in vielen Jahren waren. GOREFEST schwenkten sich in deren letzteren Alben vor „La Muerte“ mehr in quasi einen Rockstil, irgendwie auch einem progressiveren Stil des DM, wenn man so was behaupten kann. Diese Veröffentlichung bleibt allerdings durch den erprobten und wahrhaftig gesichtszerschmetterndem Death Metal haften, was dieses Genre zu meinem Favoriten macht und sie vermischen es mit genügend Soli und Tempowechsel, nicht nur um interessant zu wirken, sondern auch um verdammt fesselnd zu sein. Songs wie „The Call“ und „Of Death And Chaos” sind klassische Beispiele dafür, wie eine Band diesen scheinbaren Groove mit verheerender Macht vereinen kann. Der finale Track und zugleich der Titeltrack ist ein Instrumental, es nicht so ein epischer Track, es ist mehr eine Wehklage von knusprigen Chords, dass man sich nicht helfen kann, die alte Birne zu schütteln. Fantastischer Song, großartiges Album. (Online 10. Mai 2006)

Stephen Rafferty



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