The Metal Observer - Everything in Metal!

Band-Archiv: Metalheads online.  
# | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z Nach Land | Nach Stil | Nach Reviewer






Bandhistory folgt.

Weitere Underground Reviews
Aktuelle Updates
Artikel drucken
Bewertungserklärung



Caustic - The Horror Cult (5,5/10) - Spanien - 2005

Genre: Death Metal
Label: Eigenproduktion
Spielzeit: 36:06
Band homepage: Caustic

Tracklist:

  1. Legacy Of Terror
  2. Existential Vomit
  3. El Reinado Del Invertebrado
  4. Days Without Light
  5. Angoixa
  6. Escudella Macabra
  7. Psychopatheticism
  8. Better Inside The Body Bag
  9. Matter’s Suphuric Corrosion
Caustic - The Horror Cult

Ich bin mir ziemlich sicher, dass dies das erste Mal ist, dass ich eine Band aus Spanien rezensiere, oder sollte ich sagen aus dem Baskenland. Wie man sieht, kommen sie aus Barcelona, der Hauptstadt des Baskenlandes, wie ich gehört habe. Politik und geographische Lage beiseite; CAUSTIC spielen eine brutale Form des Death Metal, die diejenigen ansprechen sollte, die eine Leidenschaft für Underground Metal der dreckigen Sorte besitzen. Wenn du denkst, CAUSTIC sind eine neue Band in dem Genre, denk noch mal drüber nach. Laut der Information, die ich eingeholt habe, fingen sie im Jahre 1992 an, sind also Veteranen auf dem Gebiet des Todesbleis. Es ist merkwürdig, über die Tatsache nachzudenken, dass diese Band fast genau so lange Musik macht wie einer der Urahnen des Death Metals: CANNIBAL CORPSE. Ich möchte noch hinzufügen, dass CANNIBAL CORPSE die Jahre wesentlich erfolgreicher genutzt haben, indem sie einen Haufen von Alben veröffentlicht haben, während CAUSTIC nur drei Veröffentlichungen in Eigenregie haben, wovon zwei Full-Length-Platten sind. Wenn ich so darüber nachdenke, wäre dies eine perfekte Band, um bei Unmatched Brutality zu unterschreiben, kann man doch mit der Brutalität hier nichts falsch machen.

 

Für diejenigen, die schon eine Weile Death Metal hören, gibt es keine Überraschungen, die man auf “The Horror Cult” finden könnte. Neben einigen ganz anständigen Songs, die mit Höchstgeschwindigkeit nach vorne preschen, gibt es nicht viel zu entdecken. Das ist nicht gänzlich als Kritik gemeint, weil CAUSTIC wissen, wie man mit den Instrumenten umgeht. Zusätzlich werfen sie auch gelegentliche Breakdowns ein, um zu verhindern, dass die Monotonie zu sehr überwiegt. Wenn das gesagt ist, muß ich noch hinzufügen, dass ich nicht bereit bin diese Band schon jetzt mit offenen Armen aufzunehmen. Es gibt dafür einfach zu viele Qualitäts-Death Metal-Bands, als dass das passieren könnte. Dennoch finde ich doch einige Riffs hier ganz gut genießbar. Die Riffs sind definitiv besser als die Art, wie die Gitarren klingen. Sie treten so verschwommen auf, was ich nicht mag; es ist so, als wenn sie Probleme haben aus deinen Boxen zu kommen. Im Großen und Ganzen ist die Produktion nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass es in Eigenregie veröffentlicht wurde. Ich hoffe, dass ich hier nicht zu schizophren auf dich wirke.

 

Eins der besten Dinge an dieser Veröffentlichung sind meiner Meinung nach die Vocals. Die Hauptvariante ist der übliche Growl, der es schwierig macht, herauszuhören, ob er auf Englisch oder Spanisch singt, gut so, wie ich finde. Er wechselt auch hier und da zu hohen Schreien, noch ein Punkt, der dem Album hilft nicht in bloßer Kakophonie unterzugehen. Das schlechteste daran ist der Sound der Snare Drum, die ganz und gar nicht zu der Underground-Produktion paßt, besonders nicht, wenn sie Blastbeats verwenden; und das machen sie die meiste Zeit über. Ich schreibe das nicht, um die Leistung des Drummers zu degradieren. Soweit es mich angeht, beherrscht er die Blastbeats. Die Bassgitarre muß auch noch erwähnt werden, weil man sie tatsächlich hören kann. Sie sticht nicht aus dem Mix heraus, aber zumindest kann man sie ziemlich oft rumpeln hören. Sie dient als gutes Rückgrat für die Musik.

 

Im Großen und Ganzen ist das hier eine Veröffentlichung, die leicht die Schwänze von vielen Fans von Underground Death Metal zur Erektion bringen könnte. Ich bräuchte einige deftige Mengen Viagra, damit das passiert, etwas, was du an der Note, die ich gegeben habe, ablesen können solltest. Ich würde dir an gutem und dreckigem Death Metal lieber BROKEN HOPE oder DERANGED empfehlen. Oder warum nicht auch FLESHGORE, eine ukrainische Band, die sicherlich etwas Aufmerksamkeit verdient. Check auf jeden Fall mal die Links an, um die dir eine eigene Meinung über CAUSTIC zu bilden (Online 24. Juni 2006)

Arve Henriksen



© 2000-2013 The Metal Observer. Alle Rechte vorbehalten Haftungsausschluss