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36 Crazyfists - Bitterness The Star (8/10) - USA - 2002

Genre: Nu-Metal
Label: Roadrunner Records
Spielzeit: 46:49
Band homepage: 36 Crazyfists

Tracklist:

  1. Turns To Ashes
  2. One More Word
  3. An Agreement Called Forever
  4. Eightminutesupsidedown
  5. Slit Wrist Theory
  6. Bury Me Where I Fall
  7. Dislocate
  8. Two Months From A Year
  9. Chalk White
  10. All I Am
  11. Ceramic
  12. Circle Of Drain
  13. Left Hand Charity
36 Crazyfists - Bitterness The Star
Die aus Anchorage, Alaska stammenden und mittlerweile nach Portland übersiedelten 36 CRAZYFISTS spielen nach eigenen Angaben einen Sound, der sich am Besten mit "emotional highs and abrasive lows" umschreiben lässt. Böse Zungen würden wohl behaupten, dass es sich lediglich um eine weitere Nu-Metal-Band handelt, die das erfolgversprechende Laut/Leise-Konzept zum hundertstenmal verwurstet und ihrer Musik kurzerhand eine eigene Bezeichnung verpasst hat.

Nun, wirklich neu ist die Art und Weise wie die 36 CRAZYFISTS an Ihre Songs herangehen nicht, dennoch kann man "Bitterness The Star" Qualität und Klasse nicht absprechen. Nachdem das Quartett bereits in Eigenregie drei EP's und eine vollständige Platte mit dem Titel "In The Skin" (1997) ablieferte, durfte man sich schlussendlich über einen Deal mit Roadrunner freuen.

Das Ergebnis kann sich hören lassen, denn "Bitterness The Star" ist zwar nicht gespickt mit revolutionären Neuerungen, dafür wurden aber einige äußerst hörenswerte Ohrwürmer auf dieser Scheibe verewigt. Auffallend ist vor allem der Verzicht auf einen, in diesem Genre schon fast zur Pflicht gewordenen DJ und Keyboarder und so kommen die insgesamt 13 Nummern sehr ursprünglich und druckvoll rüber. Die Bezeichnung Metal ist deshalb ohne Bedenken zu vergeben und der Wechsel zwischen ruhigen, entspannten sowie gefühlvollen Parts und heftigen wie durchgeknallten Passagen wurde auf "Bitterness The Star" abwechslungsreich verarbeitet und in Szene gesetzt.

Zu den absoluten Highlights gehören der Opener "Turns To Ashes", "Eightminutesupsidedown", "Slit Wrist Theory" und "Dislocate", aber auch die restlichen Tracks können durch druckvolle Interpretation und ständig wechselnde Emotionen fleißig Punkte sammeln. Neben der tadellosen Instrumentierung fällt vor allem Sänger Brock Lindow positiv auf und erinnert in manchen Abschnitten an GLASSJAW's Daryl Palumbo.

Den 36 CRAZYFISTS ist mit ihrer zweiten vollständigen Scheibe zwar nicht die Neudefinition des Nu-Metal gelungen, eine solide und kurzweilige Sache ist "Bitterness The Star" aber unumstritten geworden.

Alexander Ehringer



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