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Rainbow - Live In Munich 1977 (-/10) - Großbritannien - 2006

Genre: Melodic Rock / Metal
Label: Eagle Rock
Spielzeit: 49:07/49:30
Band homepage: -

Tracklist:

CD 1

  1. Kill The King
  2. Mistreated
  3. Sixteenth Century Greensleeves
  4. Catch The Rainbow
  5. Long Live Rock ‘N’ Roll

CD 2

  1. Man On The Silver Mountain
  2. Still I’m Sad
  3. Do You Close Your Eyes
Rainbow - Live In Munich 1977

Live-Alben können toll sein, Live-Alben von großartigen Rock-Bands noch toller. Ein Live-Album von einer Band namens RAINBOW ist etwas, wo es richtig interessant wird; und wenn man weiß, dass es auch noch in der Sternstunde einer der tollsten Kollaborationen von Genies aufgenommen wurde, die die Welt des Rock je gesehen hat, weiß man, dass man etwas Großartiges vor sich hat.

 

Hier ist RAINDOW’s “Live In Munich 1977”, die zweite Live-Aufnahme der Band mit dem glänzenden und einzig wahren RAINDOW-Line-Up mit Ronnie James Dio hinter dem Mikro und natürlich Gitarrenzauberer Ritchie Blackmore sowie Drumgott Cozy Powell. Die Zeit war immer noch perfekt, um einen Klassiker zu veröffentlichen, obwohl es bereits Spannungen zwischen Dio und Blackmore gab. Zum Beispiel spielte die Band ihr Meisterwerk „Stargazer“ nicht, wenngleich es allenthalben als eine der Sternstunden der Musikgeschichte angesehen wird. Der Grund dafür könnte sein, dass die zwei Stars einen Streit über die zweite Seite des „Rising“-Albums hatten, von dem Dio behauptete, dass es überzogenes Spiel von Blackmore enthalte („A Light In The Black“).

 

Aber keine Sorge, denn dieses Album ist immer noch vollgepackt mit unglaublich fantastischen Darbietungen von melodischem Power Rock, bei denen jeder individuelle Musiker viele Gelegenheiten zum Glänzen bekommt. Wie man sieht, sind nur acht Songs vorhanden, verteilt über zwei Scheiben mit einer Gesamtspielzeit von fast 100 Minuten (!). Resultat: jeder Song außer der mächtige Eröffnungs-Rocker „Kill The King“ ist fast eine Show für sich. Und das ganze Album fühlt sich an wie ein großes Medley, also kauft dieses Album nicht, falls ihr eine Sammlung von RAINBOW-Klassikern wollt, da das hier viel mehr als das ist.

 

Bei “Long Live Rock ‘N’ Roll” stellt Dio seine tolle Stimme absolut großartig zur Schau, und wahrscheinlich ist es auch das Highlight der Show, und hiermit wird der Song auch als einer der großartigsten Songs über Rock angesehen, dem keiner das Wasser reichen kann. In „Still I’m Sad“ kann Dave Stone auftrumpfen, obwohl sein Keyboard und seine Hammond-Orgel in jedem Song großartig sind. Vor allem beweist jedoch Cozy mit dem Zwischenspiel „1812 Overture“, warum er ein Drumgott war, und offen gesagt macht diese Darbietung alle anderen Schlagzeugsoli sinnlos. Und The Man in Black with the White Strat? Nun, er glänzt in jeder verdammten Minute und fügt ständig brillante Akustik-Parts sowie ausladende Soli hinzu und erschafft im Grunde eine fantastische Jam-Session, die von dem Rhythmus-Duo Daisley/Powell ebenso gut unterstützt wird.

 

Und ich habe noch nicht mal das großartige Medley „Man On The Silver Mountain/Starstruck“, das enorm emotionale und ausgedehnte „Catch The Raindow“ oder den grandiosen Power-Rocker „Sixteenth Century Grensleeves“ erwähnt. All das und eine Klangqualität, bei der alles so klingt, wie es sein sollte. RAINBOW haben mit Dio einigen des besten melodischen Metal aller Zeiten geschrieben, einige der besten Shows in der Rock-Welt gespielt, zwei der besten Musiker aller Zeiten ihren Höhepunkt erreichen gesehen und vor allem; RAINBOW sind nicht mehr, und die Welt wird ihresgleichen nie mehr sehen, und das, meine Damen und Herren, ist eine verdammte Tragödie. (Online 14. Juli 2006)

Milan Elkerbout



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