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Bewertungserklärung



Lanfear - Towers (8/10) - Deutschland - 1996

Genre: Power Metal
Label: Eigenproduktion
Spielzeit: 58:41
Band homepage: Lanfear

Tracklist:

  1. Hate-Full-Pride
  2. Precious Time
  3. Ancient Skies
  4. She’s Never Left The Day
  5. Vale Auditu
  6. Time’s Dark Laughter >mp3
  7. Galtron’s Tale
  8. Unseen
  9. The Towers Of February
    I. Shore Leaves
    II. Axiom/moixA
    III. Inter Menses Februarium Et. Aprilem
    IV. Soliloquy
Lanfear - Towers

Auf dem vierten Keep It True-Festival lief dem Kollegen Ralf und mir ein Musiker der Formation LANFEAR über den Weg, welcher sofort von uns mit dämlichen Fragen belästigt wurde. Er hat die beiden Trottel von „The Metal Observer“ auch gleich erkannt, was mich etwas überraschte. Auf meine Frage, ob denn die Möglichkeit bestünde, das Erstwerk "Towers" in remasterter Form neu rauszubringen, antwortete der Musikus: „Nö, das war ne Jugendsünde, wir waren damals so um die 17-18 Jahre alt, blablabla“.

 

Schweinerei, denn wenn auch dieses Album nicht mit den letzten beiden LANFEAR-Veröffentlichungen mithalten kann, enthielt die CD jedoch so einige Perlen, für die sich manche alten Hasen den Anus für lecken würden. Zumindest das endlos geniale, getragene, epische "Precious Time", mit seinem leicht irischen Einschlag und der wahnsinnigen, im Chorus doppelstimmig vorgetragenen Melodielinie darf nicht bloß den alten Fans vorbehalten sein. Aber auch das recht harte, mit einigen barocken Elementen gespickte "Ancient Skies", welches äußerst abwechslungsreich und gleichzeitig hochmelodiös in die Gehörgänge einfährt, muß den neueren Fanschichten zugänglich gemacht werden.

 

Gut, diverse Songfragmente wurden insgesamt etwas hölzern eingespielt und auch die Produktion ist nicht ganz ausgereift, aber im Großen und Ganzen ist diese Eigenproduktion für 1996 mehr als beachtlich. Die CD bietet alles, was das Hard Rockende, dezent Prog-angehauchte Herz begehrt. Und kitschig oder banal wirkt kein einziges Lied, zu keiner Sekunde. Vergleiche? Da fällt mir ehrlich gesagt nichts zu ein, außer vielleicht eine ganz grobe Mischung aus kommerzielleren FATES WARNING und alten JETHRO TULL. Oder auch nicht. Der Sound der Band ist doch recht eigen. Aber zumindest voller Seele und Gefühl. Sollte jemand mal diese CD unter dem Titel "Towers Of February" und mit Labelsticker entdecken, es handelt sich um das gleiche Album. Und in jedem Fall zugreifen! (Online 7. Juli 2006)

Falk Kollmannsperger



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