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7 tablaturen für Kalmah


Kalmah - The Black Waltz (6/10) - Finnland - 2006

Genre: Death Metal
Label: Spinefarm
Spielzeit: 47:17
Band homepage: Kalmah

Tracklist:

  1. Defeat >mp3
  2. Bitter Metallic Side >mp3
  3. Time Takes Us All
  4. To The Gallows
  5. Svieri Doroga
  6. The Black Waltz >mp3
  7. With Terminal Intensity
  8. Man Of The King
  9. Groan Of The Wind
  10. Mindrust
  11. One From The Stands
Kalmah - The Black Waltz

Seit ihrem 2000er Debüt „Swamplord“ versuchen Finnlands KALMAH, aus dem Schatten von CHILDREN OF BODOM zu treten. Es gab Leute auf beiden Seiten, manche behaupteten, dass sie ein schamloses Plagiat wären, andere sagten, sie würden einfach den gleichen Stil spielen. Mit jeder nachfolgenden Veröffentlichung distanzierten sie sich von diesem Vergleich, wurden allgemein schwerer, erkundeten die (melodischen) Death-Aspekte des Sounds. Indem sie diesem Muster folgten, wurden sie auf jedem Album etwas weniger Power Metal. Funktioniert das?

 

Bla. Wirklich, meine erste Reaktion war alles andere als begeisterte Gleichgültigkeit gegenüber diesem Album. KALMAHs großes Problem war immer, dass ihre Alben immer weniger als die Summe ihrer Teile sind. Nehmt einen einzelnen Song und sie sind ausgezeichnet. Spielt das ganze Album und der ausgezeichnete Song sinkt in eine unbestimmte Masse an Songs, die zu gleich klingen, um sie auseinander zu halten. Probiert die Anfänge von „Defeat“ (keine Keyboards), „The Black Waltz“ (Keyboards und theatralisches Getue), „Groan Of The Wind“ (langsam) und „With Terminal Intensity“ (Keyboards und Gitarre, kein theatralisches Getue): Ich kann nicht umstoßen, dass sie mit verschiedenen Ausstattungen so gleich klingen. Und das sich Wiederholende ist das große Problem an „The Black Waltz“, verbunden mit der Verlagerung des Stils.

 

Sowohl Antti Kokkos Gitarre als auch die Klaviertasten des neuen Keyboarders Marco Sneck scheinen viel gedämpfter auf dieser Scheibe. Sie sind nicht verschwunden und immer noch vorn, aber sie sind einfach nicht so agil oder abenteuerlich wie auf den vorangegangenen Alben. Hin und wieder weist Sneck auf einen neoklassischen Ausflug, den COB salonfähig gemacht haben, aber solches Vorkommen scheint eher begrenzt auf Übergänge als wirkliche Soli, wo er vielleicht eine Chance hätte zu glänzen. Pekka Kokkos Vocals sind auch verändert, sie bewegen sich im Register nach unten von seinem höheren Knurren zu tieferen, monotonen Growls – nicht notwendigerweise eine gute Veränderung. Ich dachte wirklich, KALMAH hätten einen neuen Sänger, bis ich die Liner-Notes checkte.

 

Bei dem Versuch, ihre eigene Identität zu finden, haben KALMAH ein enttäuschendes Album veröffentlicht, das sich niemals selbst wirklich zu überzeugen scheint, dass es die richtigen Dinge tut. Es ist keineswegs ein schlechtes Album: Vielleicht hätte es besser gepunktet, wenn ich nicht wüsste, dass KALMAH zu mehr imstande wären. Vielleicht hätte ich Ungelenkheit nicht gesehen, wenn ich nicht wüsste, wie sie vorher geklungen haben. Einige werden wahrscheinlich die Bewegung zu einem schwereren, grobkörnigeren Sound mögen, aber es kommt wirklich schlecht weg, da sich kein Song vom anderen unterscheidet und die Gesamtheit gezwungen klingt. Es klingt, als ob die Band sich selbst irgendwohin gedrückt hätte, wo sie in ihrer Suche nach Individualität gar nicht hinwollten. (Online 13. Juli 2006)

Keith Stevens



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