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9 tablaturen für Vintersorg


Vintersorg - The Focusing Blur (5/10) - Schweden - 2004

Genre: Modern Metal
Label: Napalm Records
Spielzeit: 53:56
Band homepage: Vintersorg

Tracklist:

  1. Prologue Dialogue – The Reason
  2. The Essence >mp3
  3. The Thesis’s Seasons
  4. Matrix Odyssey
  5. Star Puzzled
  6. A Sphere In A Sphere? (To Infinity)
  7. A Microscopical Macrocosm
  8. Blindsight Complexity
  9. Dark Matter Mystery (Blackbody Spectrum)
  10. Curtains
  11. Artifacts Of Chaos
  12. Epilogue Metalogue (Sharpen Your Mind Tools)
Vintersorg - The Focusing Blur

Also eines gleich mal Vorne weg, ich bin ein großer Fan der alten VINTERSORG Alben, damit meine ich alles was vor „Cosmic Genesis“ erschienen ist, da wo noch glorreiche Folkmelodien aus den Boxen gerauscht sind, wo noch eingängige Hymnen zu hören waren und… Ich sehe schon, ich verweile zu viel in der Vergangenheit. OK, die „Cosmic Genesis“ war ja auch noch in Ordnung, aber über das was danach gekommen ist, möchte ich am liebsten den Mantel des Schweigens legen.

 

Wenn man sich aber mal die Studiobesetzung der Musiker ansieht, dann findet man doch sehr bekannte Namen, denn neben Mattias Marklung, mit dem Vintersorg schon bei OTYG zusammen in einer Band war, hat er wiederum Steve Di Giorgio (TESTAMENT, SADUS), und Asgeir Mickelson (BORKNAGAR) mit an Bord geholt.

 

Gleich mal das Intro zeichnet sich durch komische, weltraumartige Keyboards aus, und man hat gleich das Gefühl, dass VINTERSORG an das letzte Album anschließt. Das anschließende „The Essence“ fängt sehr akustisch an, doch dann geht’s gleich mal mit schnellem Black Metal weiter, bevor man später wieder ein akustisches Break einlegt, danach wieder ein paar eher langsame Gitarren sprechen lässt, und dann anschließend wieder dieses komische Keyboard abspielt. Also ich muss sagen, das ist zu viel für meine Ohren, ich meine habe nichts gegen Rhythmuswechsel oder dergleichen, aber bitte im Rahmen.

 

Leider gehen die Songs auf dieselbe Tonart weiter, man kommt also nicht zur ruhe, denn das ist kein Album das man sich mal so nebenbei anhören kann. Hier gibt es einfach so viel von allem, denn selbst nach mehrmaligem Anhören war „The Focusing Blur“ für mich immer noch recht undurchsichtig. Einzig die Songs „A Microscopical Macrocosm“ und „Epilogue Metalogue“ die fast rein akustisch eingespielt worden sind, gehen einigermaßen ins Ohr.

 

Wenn der gute VINTERSORG schon das Bedürfnis hat so ein Album aufzunehmen, dann sollte er das bitte unter einen anderen Bandnamen machen, damit keine Missverständnisse aufkommen. Kurz nach diesem Release kam ja auch das Album „Crater“ von FISSION raus, das auch auf die Kappe von VINTERSORG geht, wobei dieses Teil schon besser gelungen ist, als die „Focusing…“. Ich weiß zwar nicht was nach dem Album „Ödemarkens Son“ mit Vintersorg passiert ist, aber es muss schrecklich gewesen sein.

 

Es ist ja nicht so, dass mir ein Album nicht gefällt, weil es sich von den älteren Alben der Band doch sehr unterscheidet, es kann ja trotzdem recht gut kann sein, aber „The Focusing Blur“ ist so oder so ein schwerverdauliches Album, egal wer letztendlich der Interpret ist. (Online July 26, 2006)

Daniel Lödl



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