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Als ich BARCODE’s “Showdown” in meinen CD-Player legte, wusste ich nicht, was mich erwartete. Der Bandname deutete auf nichts hin und auch das Cover liess wenig darauf schließen, was enthalten sein würde. Die CD lief an und der „Shoutout“ zu Beginn von „Shots Out“ schoss aus dem Lautsprecher. Ich seufzte. „Shots Out“ ist ein 30-sekündiger Clip, der klingt als ob er auf einer Live-Performance der Band aufgenommen worden wäre, inklusive Lachen und Verachtung zu gleichen Massen. Es ist im Prinzip der Vocalist, der in „härtester“ Hardcore-Manier über die Fans oder seine „Hardcore-Familie“, wie er sie nennt, schreit.
Die folgende Musik ist Hardcore-nach-Zahlen mit schwerer Punk-Schlagseite. Ich-bin-so-sauer-weil-mich-keiner-versteht Shouts mit klobigen Breakdowns und Punk Rock-Drumming. Es ist traurig, wenn der Sound einer Band so komplett in einem Satz zusammengefasst werden kann, aber im Falle von BARCODE ist es der Fall. Die Musik ist sehr klischeebeladen und ist schon seit den Anfängen des Genres von jeder anderen New Yorker Hardcore-Band gespielt worden.
Das Thema des Hardcore-Klischees zieht sich auch in die Lyrics. Bullshit-Schrott wie “I’ll be your slut” geht durch den gesamten Haufen Scheiße, der Musik jegliche Glaubwürdigkeit nehmend, die sie vielleicht noch nicht einmal hatte. “Showdown” ist circa 2 Minuten guter Musik auf 30 Minuten Scheiße verdünnt. Wenn ihr euch unbedingt Hartmann-Hardcore dieser Richtung anhören wollt, sucht euch ein MADBALL-Release, denn sie haben alles was BARCODE mit „Showdown“ versuchen, schon besser gemacht. (Online 9. September 2006)
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