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Hordak - Klänge der Jahreszeiten (Autumn/Winter) - Online Aug 2006


Hallo Leute, Alex von “The Metal Observer” hier. Wie läuft's bei euch im HORDAK Lager?

Hi Alex, ganz gut, danke.

 

“Last Of The European Wolves” ist euer zweites vollständiges Album und zeigt euch von eurer bisher stärksten Seite. Könntet ihr uns vielleicht einen Abriss davon geben, wer HORDAK sind und wie ihr dazu gekommen seid, da die meisten unserer Leser vermutlich noch nie euren Namen gehört haben...

HORDAK wurden von Autumn und Winter im Jahre 2002 gegründet, mit dem Ziel, epische und heidnische Klänge zu kreieren. Dabei wollten wir einige typische Underground-Ideen auslassen. Wir suchten einen puren Klang, etwas das wirklich wert wäre gehört zu werden. Was unsere Musik und auch die Texte angeht, wollten wir unseren keltiberischen Vorfahren Ehre erweisen, die das erste heidnische Volk auf der Iberischen Halbinsel waren. Seit damals haben wir ein Demo aufgenommen, eine Mini-CD und ein volles Album, das den Titel “The Last European Wolves” trägt. Das ist unser bestes Werk bis jetzt.

 

Hängt der Name HORDAK auf irgend eine Art und Weise mit dem alten “Masters Of The Universe” Bösewicht zusammen oder hat der Name eine andere Bedeutung für euch?

Ja, wir nahmen den Namen von der bösartigen „Masters Of The Universe“ Figur. Aber für uns hat das eine andere Bedeutung. Wir nahmen diesen Namen, weil er eine direkte Verbindung zu unserer Kindheit und unseren gegenwärtigen Idealen darstellt.

 

Wie würdet ihr also jemandem euren Sound beschreiben, der noch nie etwas von HORDAK gehört hat?

Unsere Musik ist eine Mischung zwischen Metal Melodien und Folk Elementen, auf extreme Art herausgebracht.

 

Setzt ihr euch stilistische Grenzen, die ihr nicht überschreiten wollt oder lasst ihr alles erstmal laufen und seht dann was dabei heraus kommt?

Wir denken, dass unsere Ziele so klar gesteckt sind, dass wir uns keine stilistischen Grenzen auferlegen müssen. Deshalb können wir unseren Sound vorangehen lassen ohne befürchten zu müssen, das Wesentliche aus dem Auge zu verlieren.

 

Ihr bezeichnet euch selbst als “Keltiberischen Pagan Metal”. Könntet ihr mir bitte erklären woher ihr speziell das erste Wort genommen habt?

Wir kommen beide aus dem Norden Spaniens, wo die ersten Iberer, die dieselben indoeuropäischen Wurzeln haben wie z.B. auch die Wikinger, Gälen oder Germanen, auf keltische Stämme trafen, die in den Norden und zur Mitte der Halbinsel emigrierten, und aus dieser Union wurden die Keltiberer geboren. Keltiberischer Pagan Metal ist demnach das, was in Skandinavien Wikinger Metal ist, in Frankreich Gälischer oder Keltischer Metal, Slawischer Metal für die slawischen Länder oder Angelsächsischer Metal in England.

 

Allgemein muss allerorts sowas wie eine “keltische Wiederbelebung” im Gange sein, besonders im weiteren Black Metal Umfeld. Auch Bands wie HEOL TELWEN, AES DANA oder BELENOS nehmen alte keltische Elemente auf. Wo liegen eure persönlichen Verbindungen zu jenen Leuten?

Von den genannten Bands kennen wir nur AES DANA und wir denke, sie spielen sehr gute Musik. Ja, das stimmt – heutzutage werden keltische Themen wieder aufgegriffen und das kann auf der einen Seite gut sein. Aber da läuft auch viel Falsches, vom Kommerz gesteuertes herum, wo nur Geld zählt, und das schadet dem echten Geist dahinter.

 

Verglichen mit “War Has Just Begun”, habt ihr die Black Metal Einflüsse noch weiter zurück gedrängt. Habt ihr euch jemals überlegt, klare Stimmen dazu zu nehmen, um euren Sound noch auszuweiten?

Wir haben einen besseren Sound auf dem Album weil wir uns mehr Zeit nahmen und auch mehr Geld zur Verfügung hatten. Deshalb klingt alles klarer als auf “War Has Just Begun”, aber wir denken auch, dass es ein paar Riffs gibt, die mehr Black Metal Einflüsse haben, wie z.B. “The Night And The Fire”, “Witchblood” und “Ravenkind”.

Als wir “…When Gjallarhorn Will Sound…” für den FALKENBACH Tribut aufnahmen, nahmen wir klare Stimmen dazu, und wir mochten das Ergebnis. Derzeit experimentieren wir für das dritte Album herum, wer weiß also...? Wir machen einfach weiter und sehen was passiert.

 

Worin seht ihr die größten Fortschritte auf diesem Album, verglichen mit der EP?

“The Last European Wolves” selbst ist ein Fortschritt, was Komposition, Produktion, Sound und auch den Arbeitseifer, den Geist, angeht.

 

Textlich scheint ihr euch viel mit Mythen der Vergangenheit und auch der europäischen Geschichte zu befassen. Könntest du dich ein wenig mehr über die Texte auslassen?

Die Texte zu “The Last European Wolves” kommen aus den selben Konzepten aber in anderen Gestalten. Wie du sagtest, geht es um Mythen und europäische Geschichte, aber ein großer Teil ist auch der Wildnis gewidmet, und dem Respekt gegenüber Mutter Natur. Wir haben auch Texte über Hugin und Munin, die über die Raben Odins erzählen und über die Wikinger-Kultur. Das taten wir aber nur weil wir dem Projekt FOLKEARTH angehören und die wollten eine Geschichte aus der Mythologie der Wikinger.

 

Auch das Artwork muss erwähnt werden, das wieder von Kris Verwimp geschaffen wurde. Welche Information habt ihr ihm gegeben um dieses Meisterwerk zu kreieren, und warum habt ihr grundsätzlich ihn ausgewählt?

Wir wählten ihn zu der Zeit als wir begannen “War Has Just Begun” aufzunehmen. Wir kannten einige Arbeiten, wie z.B. die Covers für THYRFING, MARDUK oder OLD MAN'S CHILD und wir dachten, dass er perfekt für die Umsetzung von dem wäre, das uns vorschwebte. Dann kontaktierten wir ihn, sendeten ihm ein wenig Musik und sagten ihm, er solle versuchen, dazu etwas zu malen. Auf diese Weise haben wir immer mit ihm gearbeitet und es kam immer was Gutes dabei heraus.

 

Glaubt ihr, dass man die Leute eher dazu animieren kann, die CD zu kaufen anstatt das Album herunter zu laden, wenn man so ein Package wie dieses anbietet?

Natürlich glauben wir, dass unsere Sachen gut genug sind um niemanden zu enttäuschen der wirklich guten Pagan Metal sucht, haha.

 

Habt ihr mit der EP und diesem Album Interesse bei Labels geweckt? Und was müsste ein Label bieten können, damit es für HORDAK von Interesse wäre?

Ja, ein paar Labels haben Interesse gezeigt, aber wir müssen uns noch für das richtige entscheiden. Was wir uns von einem Label wünschten wären ernsthafte Angebote um uns bei den Aufnahmen zu helfen und einen guten weltweiten Vertrieb zu bieten.

 

Was ist euer eigener Lieblingssong von HORDAK und welchen mögt ihr am wenigsten und warum?

Autumn: Ich glaube für mich wäre das “The Last European Wolf”, denn meiner Meinung nach beinhaltet es alles, was HORDAK ausmacht. Am wenigsten mag ich “Beers, Axes and Oak”, aber nur deshalb weil der Sound auf dem Album komplett versaut ist.

Winter: Mein Lieblingssong ist “Hugin & Munin”, das ist vielleicht der beste Song, den wir bisher aufgenommen und produziert haben. Obwohl ich denke, dass wir kompositorisch betrachtet, viel mehr gleichwertig gute Songs haben. Am wenigsten mag ich “Alpha Draconis” von unserem ersten Demo, denn ich finde das Lied etwas langweilig, und es wurde auch zu schnell aufgenommen, da wir nicht genügend Resourcen hatten.

 

Könntet ihr uns ein wenig die Persönlichkeiten jedes Bandmitglieds beschreiben?

Winter: Autumn ist ein guter Musiker, er arbeitet viel aber er ist zu dickköpfig, hahaha.

Autumn: Er (Winter) ist ein wirklich fauler Sack, hahaha, naja ich denke seine Art zu komponieren und die Musik zu fokussieren ist brilliant.

 

Ihr verwendet Pseudonyme könntet ihr uns verraten warum, woher ihr sie genommen habt und was sie für euch bedeuten, bitte?

Wir verwenden Pseudonyme wie wenn sie Kriegsnamen wären und dafür suchten wir uns die Namen von Jahreszeiten aus, um unseren Bezug zur Wildnis dar zu stellen, den Lauf des Lebens und der Zeit und dem ewigen Kreis, der jedes Jahr wiederkehrt und wieder Leben gibt und auch nimmt.

 

Was sind eure Ziele mit HORDAK und wie haben diese sich verändert seit ihr die Band gegründet habt?

Wir haben uns stark weiter entwickelt, und es gibt noch immer so viele Dinge und so viel Arbeit zu tun als Band. Seit unserem Beginn haben sich viele Dinge geändert, wir haben zwei Alben aufgenommen, seit Neuestem haben wir begonnen, Gigs zu spielen und all das Dank unserer Arbeit. Heute wollen wir, dass unsere Musik gemocht wird und so weit wie möglich hinaus getragen wird.

 

Was macht ihr wenn ihr nicht Musik schreibt?

Wenn wir uns nicht musikalisch betätigen, machen wir allerhand anderes. Z.B. In den Wald gehen, campen, trinken, lesen, unsere Musik bewerben, uns inspirieren lassen. Wir sind nicht wegen des Geldes dabei, somit genießen wir jede Minute die wir als HORDAK verbringen können.

 

Wenn eure Musik Emotion wäre, welche wäre das?

Stolz... aber da sind natürlich noch mehr Gefühle in unserer Musik.

 

Wie definiert ihr Erfolg? Sind das Verkaufszahlen oder gibt's da eine andere Definition von Erfolg in der Band?

Für uns bedeutet Erfolg soviel wie Anerkennung unserer Musik. Z.B. wenn jemand der Kris Verwimp mag, sagt, dass er unsere Musik mag, dann ist das für uns Erfolg.

 

Wenn ihr nicht komponieren und/oder spielen könntet, was würdet ihr tun?

Autumn: ich weiß nicht. Mir wäre wahrscheinlich langweilig.

Winter: Wenn ich nicht komponieren könnte, würde ich jeden Tag betrunken sein.

Autumn: Aber das bist du doch schon...

Winter: aber ich kann beides ohne jegliche Schwierigkeiten tun...

 

Was liebt ihr zu hassen in der heutigen Musikindustrie?

Wir denken, dass es ein paar Bands gibt, die in der heutigen Musikindustrie viel Erfolg haben und deren Arbeit unwürdig ist. Das stinkt.

 

Glaubt ihr, dass es noch einen echten Underground gibt, wie es ihn vor vielen Jahren gegeben hat?

Ja, warum nicht. Vielleicht nicht genau so einer wie vor vielen Jahren aber es gibt weiterhin Bands, die in Underground-Manier werkeln.

 

Was hat euch dazu gebracht, Musik zu machen und eine Band zu gründen?

IMMORTAL, SUMMONING, FOREFATHER und RUNNING WILD!!!

 

Welches Album in der musikalilschen Geschichte würdet ihr gern als eures bezeichnen und warum?

Autumn: IMMORTALs „Pure Holocaust“ oder „Battles In The North“, denn diese sind so viel mehr als nur einfach Alben!!

Winter: SUMMONING – “Let The Mortal Heroes Sing Your Fame”. Da sind wohl die besten Kompositionen drauf, die ich seit langer Zeit gehört habe.

 

Wie wichtig findet ihr das Internet heutzutage, um eine aufstrebende Band zu bewerben?

Heutzutage ist das Internet eine grundlegende Einrichtung um Musik überall zu verbreiten und hilft vielen talentierten Bands sehr dabei, auch bekannt zu werden.

 

Wenn Zeitreisen möglich wären, welche historische Zeit würdet ihr besuchen wollen und warum? Was würdet ihr am meisten von unserer zeit vermissen?

Autumn: Das keltiberische Spanien natürlich und die spanische Rückeroberung im Jahre 722 durch König Pelayo in der Schlacht bei Covadonga.

Winter: Ich würde zweifelsohne zu dem Punkt in der Geschichte zurückkehren wollen, als das Feuer entdeckt wurde.

 

Nur am Rande – Was haltet ihr von “The Metal Observer”?

Wir denken, dass ihr gute “Metal Observierer” seid, hehe, kein Scherz, gute Arbeit.

 

Meine traditionell letzte Frage: Welche ist eure Lieblingsfrage zu HORDAK, die euch niemals gestellt wurde, die ihr aber jetzt beantworten würdet?

“Habt ihr neues Material komponiert?” Oh und wenn wir schon davon reden, ja, absolut mächtiges Zeug! Hehe... wir haben Songs, die besser sind als je zuvor.

Danke für eure Unterstützung und das interessante Interview. Wir möchten jeden einladen, unsere Website www.paganhordak.com zu besuchen. Danke und macht's gut! 

Discographie:

 

2003: Demo

2005: War Has Just Begun (Demo)

2006: The Last European Wolves (CD, Eigenproduktion)

Alexander Melzer



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