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Vigilia Mortum - Bloody Remorse (4/10) - Estland - 2006

Genre: Death Metal
Label: Blacksmith
Spielzeit: 27:01
Band homepage: Vigilia Mortum

Tracklist:

  1. Intro
  2. The Soldier’s Memory
  3. Up To Last A Bloody Drop >mp3
  4. The Sniper’s Notes
  5. Bloody Remorse
  6. War In The Subconsciousness >mp3
  7. Demon Of Hate
  8. The Son Of Soldier
  9. He Is A Killer
  10. TNT (AC/DC Cover) >mp3
Vigilia Mortum - Bloody Remorse

Ihr kennt das Kind, das zum ersten Mal versucht, im tiefen Becken zu schwimmen? Es schlägt endlos um sich, als würde jemand „Kill ’Em All“ oder „Bonded By Blood“ spielen, aber es versucht bloß, über der Wasseroberfläche zu bleiben, während es von Entsetzen gepackt wird. Es ist fast schon komisch, aber letztendlich armselig. Der junge Mann? VIGILIA MORTUM. Das Wasser? Die Mittelmäßigkeit.

 

Das Problem bei diesem estnischen Fünfer ist der Mangel an Druck, Kick oder Aggression. Death Metal ist solch ein stoisches Genre, das die letzten zwei Jahrzehnte über endlos gespielt wurde; um hervorzustechen und wahrlich ein Stückchen überfülltes Gebiet zu beanspruchen, muss eine Band den Hörer beeindrucken. VM beeindrucken nicht, sie wiederkäuen einfach ein paar CANNIBAL CORPSE-Riffs und gut ist. Die Gitarristen Dennis Savitskiy und Igor Klyuchnik sind technisch kompetent; sie können einfach ums Verrecken keinen denkwürdigen Riff schreiben. Zum Glück lässt Savitskiy mit einigen soliden Leads aufhorchen und gibt uns in dem sich windenden Sound etwas zu Beißen. Es ist eine Schande, dass die Produktion insofern schädlich ist, als den Gitarren eine ernstzunehmende Spur von Tödlichkeit fehlt und sie sich nie für das Adjektiv „heavy“ qualifiziert.

 

Drummer Sergey Kozakov zeigt ordentlich Talent, da er ständig das Tempo wechselt und immer in Bewegung ist. Seine Aufmerksamkeit auf sein Sperrfeuer zu konzentrieren ist viel befriedigender, als dem schalen Riffing zuzuhören, und wird letztendlich zu einem Minimum an Zufriedenheit führen. Leider sind Bassist Artur Rozenbush und Sänger Radislav Kaverin vollkommen uninteressant und setzen einem nichts Neues vor, wodurch sie die kreativen Unzulänglichkeiten des Projekts hervorheben. Die Werkzeuge sind vorhanden, diese Esten sind einfach nicht in der Lage, herauszufinden, wie man den Werkzeugkasten aufbricht.

 

VIGILIA MORTUM befinden sich unter den Hundertschaften, die eine abgekupferte und schale Form des Death Metal spielen, die über einen Nahrungsschlauch überlebt. Nicht einen Augenblick lang hat diese Scheibe meine ungeteilte Aufmerksamkeit gefordert, und ich kann mir nicht vorstellen, warum jemand sein Geld für solch uninteressanten Metal rausschmeißen sollte. Hört euch das hier an und werft dann THE CHASM’s „Conjuration Of The Spectral Empires“ oder ARGHOSLENT’s „Incorrigible Bigotry“ ein und ihr werdet sofort den Unterschied wie Tag und Nacht bemerken.

 

PS: Die Tatsache, dass diese Jungs einen PR-Schachzug von SIX FEET UNDER geklaut und beschlossen haben, „TNT“ von AC/DC zu covern, fügt nicht ein Stückchen Glaubwürdigkeit hinzu. (Online 22. September 2006)

Charles Theel



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