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20 tablaturen für Testament


Testament - Demonic (8/10) - USA - 1997

Genre: Death Metal
Label: Burnt Offerings
Spielzeit: 40:51
Band homepage: Testament

Tracklist:

  1. Demonic Refusal
  2. The Burning Times
  3. Together As One
  4. Jun-Jun
  5. John Doe
  6. Murky Waters
  7. Hatreds Rise
  8. Distorted Lives
  9. New Eyes Of Old
  10. Ten Thousand Thrones
  11. Nostrovia
Testament - Demonic

Ich war noch nie Fan von TESTAMENT. Klar, ich hörte ein paar Songs auf Kassette u.ä. aber sie haben mich nie so richtig gepackt wie SLAYER und METALLICA. Das erste Mal, dass sie mir eine Reaktion entlockten war auf "Low", und dort auch nur bei den Stellen, wo Chuck seine Todesgrunzer losließ. Ich weiß nicht, ob es an dem Gerücht lag, dass "Demonic" mehr ein Death Metal Album sei als deren andere Werke, das mich zuletzt zum Kauf dieses Albums bewogen hat, oder ob es pures Glück war. Jedenfalls war ich von den Socken, und zwar vom ersten Moment an. Das Album ist weitaus heftiger als ich erwaret hätte. Das ist verdammter Death Metal. Nein, nicht nur Death Metal, es ist größtenteils auch überaus gut. Chucks Grunzen ist aller erster Güte.

 

Bevor ihr denkt, das sei ein stinknormales Death Metal Album a la SUFFOCATION oder CANNIBAL CORPSE, fange ich lieber an, euch die ganze Wahrheit zu erzählen. Ich log ein bisschen als ich verdammter Death Metal schrieb. Es trifft zwar auf weiten Strecken zu, aber Songs wie "John Doe" und "Hatreds Rise" fallen dann doch aus der Kategorie. Hier singt Chuck nämlich mit seiner "normalen" Stimme und nimmt viel vom Death Metal Gefühl weg. Mir gefällt "Hatreds Rise" nicht besonders, "John Doe" dagegen ist passabel, recht gut eigentlich. Außer "Hatreds Rise" gibt es keinen Song, wo ich auf "weiter" drücken möchte.

 

Wenn ihr nach Death Metal mit Blastbeats und jazzigen Breakdowns sucht, habt ihr bereits zu weit gelesen. Das hier ist matschiger Death Metal mit niemand anderem als dem Presslufthammer selbst, auch bekannt als Gene Hoglan, an den Trommeln. Er ist vielleicht nicht der beste Blaster, den's gibt, aber gibt es irgendeinen da draußen, der die Felle mit dermaßen viel Kraft bearbeitet, wie er? Wenn ich 14 Jahre alt wäre, würden an meinen Wänden Poster von ihm hängen. Er hat auf vielen großartigen Alben gespielt, dieser Mann ist eine Inspiration in sich selbst. Wie ich bereits erwähnt habe, ist er nicht der beste Blaster, aber wen kümmert's, für "Demonic" reicht es.

 

Außer den beiden Songs, die ich bereits hervorgehoben habe, ist "Demonic" ein einheitliches Album, das bedeutet, dass es viele Stücke gibt, die alle gleicher Natur sind. Ich sagte matschiger Death Metal und da habe ich kein bisschen gelogen. Das hier ist heavy und auch ein bisschen dreckig. Weit entfernt von untergrundig, aber "Demonic" klingt trotzdem wie das Produkt einer Underground/Nachwuchs-Band, die nicht so blank poliert ist wie BEHEMOTH, LOST SOUL und AEON.

 

Ich habe keinerlei Beschwerden, was dieses Werk "Demonic" angeht. Es ist eben so, dass diese Art Musik nicht dafür bestimmt ist, eine besonders aufgdonnerte Produktion zu haben. Das Album poltert dahin wie es wenige polierte tun. Nicht alle Alben sind dafür bestimmt zu rumpeln, ich bin also auch Fan von polierter Produktion. Ich mag alle Bands, die ich bisher angeführt habe, außer METALLICA. Wenn die noch so ein schlechtes Album wie "St.Anger" abliefern, eröffne ich wahrscheinlich den ersten offiziellen Hass-Klub. Keine Lebensbedrohungen, aber Anti-Kampagnen. Schließlich sind ihre Alben alle zum Vergessen, außer denen die 20 und mehr Jahre auf dem Buckel haben. Lasst uns bitte alle annehmen, dass METALLICA von UFOs entführt worden sind durch schiefgelaufene Experimente ersetzt worden sind. (Online 8. August 2006)

Arve Henriksen



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