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Persönliche Notiz: Falls ein Musiker mein Trommelfell jemals wieder zwingt, dreißig Sekunden kreischende Rückkopplung auf einer Studioplatte zu ertragen, werde ich namenlose Plagen auf das Land loslassen.
Ich musste damit nach nur zwei Songs von “The Blue Album” klarkommen, dem zweiten Album der britischen Prog Rocker MATHIAS und hoffentlich ihr letztes Album, das ich mir anhören muss. Sowohl undurchdacht als mitunter auch geradezu seltsam, ist „The Blue Album“ im Allgemeinen eine unbeeindruckende Mischung aus halbgarem Metal, den die meisten meiden wollen werden.
Das Album beginnt mit “Betrayed” fast noch tolerabel, aber die nächsten paar Songs über wird schnell klar, dass das Schiff zu sinken begonnen hat. Die Songs werden gegen Ende nur noch schlechter, was in dem absolut grauenhaften „The Boy“ gipfelt. Worte können nicht beschreiben, wie schmerzvoll es ist, sich diesen Song anzuhören.
Selbst die Gitarrenriffs, die auf “The Blue Album” größtenteils benutzt werden, sind völlig identisch; in einer vermeintlich „progressiven“ Band nie eine gute Sache. Und wo ist der Bass? Ich habe keine Ahnung, ob MATHIAS überhaupt einen Bassisten haben, da sowohl auf dem Infozettel, den ich bekommen habe, als auch auf ihrer Website keine Bandmitglieder außer Frontmann Mathias stehen.
Wo ich gerade von dem Mann selber spreche, vielleicht würde Mathias es für eine gute Idee halten, einige seiner Songs tatsächlich zu singen, anstatt eine halbherzige, gesprochene Darbietungen hinzulegen. Wirklich. Und wieder weise ich auf „The Boy“ hin: Die erste Strophe klingt, als würde Mathias ein Gedicht mit so wenig Emotionen wie möglich vorlesen. Auch hat er Spaß daran, in der Mitte eines Songs wahllos zu einer schlechten Imitation einer Death Metal-Stimme zu wechseln, was ich besonders nervig fand.
Hier gibt es nur ein Bild, das ihr euch machen müsst: MATHIAS werden allgemein als unsicher für das menschliche Trommelfell angesehen. In Track Vier, „The Fly“, singt Mathias: „We thrive on shit“…diese CD sollte mehr als genug sein, um seinen Appetit auf Fäkalien zu stillen. (Online 27. September 2006)
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