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1 tablatur für Job For A Cowboy


Job For A Cowboy - Doom (EP) (4/10) - USA - 2005

Genre: Deathcore
Label: King Of The Monsters Records
Spielzeit: 23:46
Band homepage: Job For A Cowboy

Tracklist:

  1. Catharsis For The Buried (Intro)
  2. Entombment Of A Machine
  3. Relinquished
  4. Knee Deep
  5. The Rising Tide
  6. Suspended By The Throat
Job For A Cowboy - Doom (EP)

Aus dem staubigen und fruchtbaren Staat Arizona stammend begannen diese Jungen Geschütze, buchstäblich über Nacht auf Plakaten mit solchen Größen wie NECROPHAGIST und ION DISSONANCE zu erscheinen. Als ich mich also dazu entschied, ihre Musik auszuprobieren, erwartete ich einige phänomenal begabte, junge Musiker, und unnötig zu sagen, dass das Hören mit einem bitteren Geschmack im Mund und einer Menge Händewaschen endete.

 

Um ehrlich zu sein, hatte ich keine Ahnung, welche Band ich mir anhörte, weil andere „Myspace-Koryphäen“ wie ELYSIA, SUICIDE SILENCE und UNDERNEATH THE GUN fast identisch sind. Das Erste, was ich höre, ist eine Welle von kleinen Cs (normalerweise ein Anzeichen für runtergestimmte Gitarren, populär in diesem „Genre“), gefolgt von einigen Hammer Ons in kleiner Terz. So weit, so gewohnheitsmäßig. Ups, hier kommen die Blastbeats. Und...noch mehr Blastbeats. Einiges verminderte Tremolo-Picking. Ein Breakdown. Man kann fast sofort den THE BLACK DAHLIA MURDER-Einfluss aufgreifen, besonders im Vokalbereich mit der Hinzunahme von einigem „oink oink oink“-Schweinegequieke, das in meinen Ohren sehr verwirrend ist. Dies mit einigen sehr nach Spongebob Schwammkopf klingenden hohen Screams zu mischen, ließ mich taumeln. Zu meinem Entsetzen boten die verbleibenden Songs auf dieser EP wenig Abwechslung.

 

Letztlich erscheint diese Band wie ein weiteres tragisches Beispiel für fehlgeleitete AT THE GATES-Anbetung. THE BLACK DAHLIA MURDER ahmt das Original nach, wird extrem populär und dann ahmt diese neue Generation die Nachahmer nach, und was einst vom Melodic Death in Ehren gehalten wurde, verwässerte in Amerika immer mehr, bis es zur gegenwärtigen, fast nicht wiederzuerkennenden Form wurde. Ich habe nichts gegen den sogenannten „Deathcore“, da ich selbst ein großer Fan von Bands wie SKINLESS und MISERY INDEX bin, die Brutal Death Metal-Elemente mit den Grooves und geschmackvollen Breakdowns von einer Band, die mehr wie, sagen wir, KILLSWITCH ENGAGE ist, mischt. Es gab auf dieser Scheibe auch nichts entsetzlich Schludriges an der Performance von JOB FOR A COWBOY, aber ich langweilte mich echt zu Tränen. Vom neuen Material, das ich gehört habe, beißt die Band genauso weiterhin mehr ab, als sie kauen kann: wie bei den gezwungenen und schmerzlich schludrigen sweep-gepickte Arpeggios gezeigt (die in keiner Weise zum Song passen, nur ein weiteres Beispiel für Trittbrett fahrendes Kopieren-und-Einfügen-Geschreibe im Metalcore.

 

Sie haben all die gängigen Elemente, die im Gedränge der Weißgürtel tragenden Spinkicker in Mode sind (Blasts, Sweeps, die „oink oink“s, Breakdowns), aber letztendlich mangelt es dieser Band an Substanz und sie scheitert daran, eine frische Brise oder irgendwas Wertvolles zu beschaffen. Ich sage nicht voraus, dass diese Band lange lediglich den Trends nachlaufen wird, bis sie sich entscheiden, ihren Sound komplett zu überholen, aber bis dahin werden sie weiterhin auf großen Plakaten zu finden sein und (buchstäblich) Hunderttausende von Aufrufen und Downloads auf ihrem Myspace und ihrer Website einfahren. (Online 9. August 2006)

Sean May



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