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Bewertungserklärung



Melvins, The - Houdini Live 2005: A Live History Of Gluttony And Lust (8,5/10) - USA - 2006

Genre: Stoner Rock
Label: Ipecac Recordings
Spielzeit: 59:09
Band homepage: -

Tracklist:

  1. Pearl Bomb
  2. Hooch
  3. Night Goat >mp3
  4. Lizzie
  5. Going Blind
  6. Copache
  7. Set Me Straight / DCH
  8. Sky Pup
  9. Teet
  10. Joan Of Arc
  11. Honey Bucket
  12. Hag Me
  13. Spread Eagle Beagle
Melvins, The - Houdini Live 2005: A Live History Of Gluttony And Lust

Dreizehn Jahre nach der Veröffentlichung des Debuts "Houdini" kommen THE MELVINS mit Aushilfsbassist Trevor Dunn (ex-MR. BUNGLE, FANTÔMAS) in einer beschaulichen kleinen Lagerhalle wieder zusammen und nehmen dasselbe Album nochmal auf, diesmal live. Für viele Fans der MELVINS ist "Houdini" das beste Album der Band – mit Ausnahme einiger weniger Tracks finde ich es öde und leblos. Wird "Houdini Live 2005" genauso sein? Hölle, nein! Diese Songs sind nun hart, heavy und mit einer unbändigen Energie versehen, die man auf dem Original nirgendwo zu spüren bekam! THE MELVINS sind wohl ähnlich wie guter Wein zu betrachten: je älter desto besser.

 

In typischer THE MELVINS Manier hat die Band das Album nicht nur Note für Note nochmal aufgenommen, sondern sie haben die Tracklist geändert, ein paar Stellen neu ausgearbeitet, ein paar Texte überarbeitet und ein CREAM Cover obendrein dazugepackt. Das Album beginnt nicht mehr mit einer stampfenden Drum-Attacke und "Hooch" sondern mit einem komplett überholten und rockenden "Pearl Bomb". "Honey Bucket" und "Hag Me" kommen von der Mitte ans Ende und liefern eine Dosis super schnell heavy, und eine Dosis super langsam heavy. "Honey Bucket" ist zwar etwas zu schnell geraten weil es doch etwas schlampig und gehetzt klingt, aber die Version von "Hag Me" ist wohl eines der schärfsten Stücke, die THE MELVINS je aufgenommen haben. Einfach unglaublich – das einzige Stück, das hier rankommt ist die absolut umwerfende Überarbeitung des Klassikers "Joan Of Arc". "Spread Eagle Beagle" beendet das Album mit einer gewagten Länge von 12+ Minuten und Massenperkussionszusammenspiel. Hier trifft die Band auf Lustmord, der am Album "Pigs Of The Roman Empire" mitwirkte und auch zu "10,000 Days" (TOOL) beitrug.

 

Dies hier ist definitv live eingespielt, aber man hört überhaupt keine Publikumsgeräusche, weshalb ich mich frage, ob die Aufnahme überhaupt vor Publikum aufgenommen worden ist? Würde mir aber auch nichts ausmachen, denn ich bin kein typischer Freund von Live-Alben, und "A Live History Of Gluttony And Lust" hat eine gute Studioproduktion und behält dabei trotzdem genug live Energie bei. Ich ziehe diese Scheibe definitiv dem Original "Houdini" vor und bin froh, dass ich die Songs nun im neuen Gewand hören kann. Hoffentlich verpassen sie "Bullhead" auch so eine Rundumerneuerung! (Online 14. August 2006)

Wesley D. Cray



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