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Orange Man Theory, The - Riding A Cannibal Horse From Here To... (9/10) - Italien - 2005

Genre: Hardcore
Label: Indelirium Records
Spielzeit: 30:27
Band homepage: Orange Man Theory, The

Tracklist:

  1. Introducing Ourselves To The Masses
  2. Merendina Will Have His Revenge On Capeside
  3. Vampires In The Sun (Surfin Transilvania)
  4. The Way To
  5. Vortex Of Cows Into The Sweet Tornado
  6. Where We Going, We Don´t Need Roads
  7. Biollante´s Dawn
  8. Riding A Cannibal Horse From Here To Clinton, MA
  9. 007 CE´FA MA PIPPA
Orange Man Theory, The - Riding A Cannibal Horse From Here To...

Ich möchte ja nicht schon wieder mit irgendwelchen Superlativen aufwarten, aber THE ORANGE MAN THEORY machen mir das Einhalten dieses Vorsatzes alles andere als leicht. „Riding A Cannibal Horse From Here To ...” ist so ziemlich das Beste was ich die letzten Monate, wenn nicht sogar Jahre, aus Italien gehört habe. Alleine schon die Tatsache, dass diese Band erst seit dem Jahr 2003 musiziert ist anhand der musikalischen Leistung fast unglaublich und auch wenn die Musik alles andere als leichte Kost ist, so wird man spätestens nach dem fünften Durchlauf davon überzeugt sein, dass man mit diesem Album ein Meisterwerk der harten Tonkunst in Händen hält.

 

THE ORANGE MAN THEORY sitzen stilistisch zwischen den Stühlen, denn angefangen bei Hardcore dürften die Italiener große Fans von Noise Rock, alternativem Metal und etwas Stoner Rock sein. Klingt verdreht und unglaubwürdig, verstehe ich voll und ganz und trotzdem vereint diese Band all diese Einflüsse zu einem fast schon Bahn brechendem Ganzen, ohne auch nur annähernden mit 08/15 Metalcore in Verbindung gebracht zu werden. Dafür hat wohl auch zusätzlich ein gewisser Steve Austin (Mastermind hinter TODAY IS THE DAY) durch seine räudige, aber zugleich schweinemäßig druckvolle Produktion gesorgt. Schon dadurch klingen die insgesamt neun Songs komplett anders, als das Zeug irgendwelcher anderer Newcomer. Zu diesem Zweck schipperte das Quartett eigens nach Amiland und zimmerte ihr Debüt ohne Rücksicht auf Verluste ein. Überhaupt sind THE ORANGE MAN THEORY in Übersee und vor allem in Südamerika bekannter als in unseren Breiten, was jedem qualitätsbewußten „Euro Metaller“ zu denken geben sollte. Gut, was nicht ist, kann ja noch werden und wie schon erwähnt, dürfte es sich in Anbetracht dieses mörderischen Albums sowieso schnell ändern.

 

Wer das Album anfangs nicht gleich am Stück anhören möchte oder zu Testzwecken ein paar Namen (alleine die Songtitel sind einen Kauf wert) benötigt, der sollte sich schnellstens „Merendina Will Have His Revenge On Capeside“, „Vortex Of Cows Into The Sweet Tornado“ oder „Riding A Cannibal Horse From Here To Clinton, MA“ reinziehen und dann den Schritt wagen, jenes Album zu ordern. Am besten über die offizielle Homepage der Band, dies als Anmerkung am Rande. Als zusätzliche Orientierungshilfe können solch grandiose Bands wie ältere NEUROSIS, AT THE DRIVE-IN, REFUSED, vereinfachte TODAY IS THE DAY oder SNAPCASE genannt werden, eine wirklich treffende Beschreibung von THE ORANGE MAN THEORY können aber auch diese klingenden Namen nur annähernd erzielen.

 

Wie man das Blatt bzw. den Silberling auch dreht und wendet, die vier Italiener haben ihre Hausaufgaben mehr als gemacht und mit „Riding A Cannibal Horse From Here To ...“ ein verdammt gutes, durchdachtes und abwechslungsreiches Album abgeliefert. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht mehr zu sagen! (Online 16. August 2006)

Alexander Ehringer



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