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GPS - Window To The Soul (7/10) - Großbritannien - 2006

Genre: Progressive Rock / Melodic Rock
Label: InsideOut
Spielzeit: 64:14
Band homepage: GPS

Tracklist:

  1. Window To The Soul
  2. New Jerusalem >mp3
  3. Heaven Can Wait
  4. Written On The Wind >mp3
  5. I Believe In Yesterday
  6. The Objector
  7. All My Life
  8. Gold
  9. Since You’ve Been Gone
  10. Taken Dreams
GPS - Window To The Soul

Ich gebe es jetzt zu. Falls ich jemals einen ASIA-Song gehört habe, wurde er von mir nicht richtig identifiziert, abgesehen davon, dass sie in den frühen 80ern eine wichtige Prog-Rock-Gruppe waren, weiß ich also nicht viel. Als ich das erste Album von GPS, der neuen Band von ASIA-Frontmann John Payne, erhielt, hatte ich also etwas Angst, dass ich hilflos herumstammeln würde. Nichts da – diese Veröffentlichung hat etwas Beruhigendes und Vertrautes. Obwohl Payne im Mittelpunkt all des Promo-Materials steht, wären da auch noch Ryo Okumoto (SPOCK’S BEARD) am Keyboard, Guthrie Govan (ASIA) an der Gitarre und Jay Schellen (HURRICANE, ASIA, CONSPIRACY).

 

Es könnte allerdings ein bisschen dauern, bis man sich zurechtfindet. Bei den ersten ein, zwei Durchläufen fand ich, dass „Window To The Soul“ ziemlich schaler, übermäßig sterilisierter Melodic Prog Rock war. Aber je mehr ich es mir anhörte, desto mehr konnte Payne mich davon zu überzeugen, dass dieses Album Tiefgang hat. Die Produktion ist spitze, und die Musizierung ist fantastisch (na ja, die Rhythmusabteilung macht nicht viel Bemerkenswerteres als ihre Arbeit). Paynes Stimme ist warm und einladend, und das Album als Ganzes versucht (zugegebenermaßen mit variierendem Erfolg), alte Favoriten mit neuer Experimentierung einzuarbeiten.

 

“New Jerusalem” beispielsweise ist ein mittelschnelles Epos (über acht Minuten lang), das eine stampfende Rhythmusabteilung mit einer Hammondorgel und einer interessanten, klar gespielten Gitarre kombiniert. Paynes Gesang ist voller Seele und organisch. „The Objector“ ist schneller, wobei die elektrische Gitarre die Bühnenmitte einnimmt. Govan und Okumoto bekommen mit einer langen Jam-Session in der Mitte von „Window To The Soul“ die Chance, zu zeigen, was sie können.

 

Es gibt bei diesem Album natürlich ein paar Probleme. Mitunter klingt das Album zu repetitiv. Die Formel von der elektrischen Gitarre und dem xylophonartig klingenden Keyboard unter Paynes Vocals wird ein wenig zu oft wiederholt. Wie oben erwähnt, dauert es ein bisschen, bis man sich in das, was letztendlich kein fürchterlich kompliziertes Album ist, reinzuhören. Es gibt einigen Tiefgang, aber gleichzeitig fordert dich „Window To The Soul nicht auf, stark nachzudenken. Das Album ist erfreulich, und ich empfehle es jedem Prog-Rock-Fan, aber potentielle Hörer sollten auch im Hinterkopf behalten, was es nicht ist.

(Online 30. Oktober 2006)

Keith Stevens



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