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Bewertungserklärung



Rasheed - Instant Motion (8/10) - Deutschland - 2006

Genre: Metalcore
Label: Eigenproduktion
Spielzeit: 32:30
Band homepage: Rasheed

Tracklist:

  1. Part Of Me >mp3
  2. Meaningless >mp3
  3. Utter Threats
  4. Creating
  5. Not Only Skin
  6. World Of Glass
  7. Leeches
  8. Memories Of Tomorrow
  9. Unpute
  10. Pity Me
  11. The Game
Rasheed - Instant Motion

Die erste Veröffentlichung der aus Deutschland stammenden RASHEED liegt schon ein paar Jahre zurück und wohl die wenigsten unter Euch werden sich an das Debüt aus dem Jahre 2001 erinnern (erschienen auf Swell Creek Records). Ich für meinen Teil habe nun erstmals mit dieser Band Bekanntschaft gemacht und bin von der dargebotenen Leistung auf „Instant Motion“ wirklich überrascht und begeistert.

 

Inwiefern sich RASHEED nun weiterentwickelt haben kann ich zwar nicht sagen, das neue Werk verstreut aber mächtig Druck und zeigt zudem eine etwas andere Seite des Metalcore, da man ohne übertriebene Klischees auskommt und einfach gute, harte und technisch versierte Musik zum Besten gibt, die sich eben aus brutalem Metal und bösartigem Hardcore (vor allem die aggressiven Vocals liebäugeln mit dieser Szene) zusammensetzt.

 

Nach diversen Besetzungswechseln arbeitete man geschlagene 18 Monate an den neuen Kompositionen und dass sich diese lange Zeit gelohnt hat wird schnell unter Beweis gestellt. Ein kurzes und ausgesprochen amüsantes Intro eröffnet „Instant Motion“ bevor es mit  „Part Of Me“ erstmals in die Vollen geht. Hier treffen eingängige Melodien auf ausreichend Härte und aggressiven Gesang und schon dieser Song zeigt, wohin der Weg des zweiten Albums führt. Hier werden nicht hundert verschiedene Riffs und Breaks pro Song verbraten, sondern gezielt darauf geachtet, dass die Musik stets nachvollziehbar und eingängig bleibt. Das gleiche Schema trifft auch bei „Meaningless“, „Utter Threats“ und „Creating“ den viel zitierten Nagel haargenau auf den Kopf. Ganz nach dem Motto „weniger ist mehr“ verstehen es RASHEED kurze und auf den Punkt gespielte Lieder zu komponieren und schielen dabei nicht auf den von unzähligen gesichtslosen Bands bevölkerten Metalcore Planeten, sondern ziehen ihr Ding mit voller Überzeugung durch.

 

Bei „Instant Motion“ fehlen auch tausendfach gehörte Breakdowns, vielmehr könnte man die Deutschen als die rockige Variante des Metalcore bezeichnen, denn jeder einzelne Song reißt den Hörer mit und lässt diesen nur schwer eine innere Ruhe bewahren. Stellt man sich Kracher wie die zuvor erwähnten Tracks oder „World Of Glass“ und „Memories of Tomorrow“ live vor, dann dürfte es bei jedem Auftritt von RASHEED mörderisch zur Sache gehen.

 

Es würde mich ehrlich gesagt wundern, wenn nicht in absehbarer Zeit ein Label auf diese exzellente Band aufmerksam werden würde. Mit einem Album wie „Instant Motion“ im Rücken sollte eigentlich nicht mehr viel schief gehen und wer nun reges Interesse an den insgesamt 11 Songs (plus eingangs erwähntes Intro) entwickelt hat, der sollte kurzerhand auf der offiziellen Homepage mit RASHEED Kontakt aufnehmen und sich eine Kopie dieses Werks ordern. Es wird nicht zu Eurem Nachteil sein, soviel kann ich Euch schon jetzt versichern.

(Online 24. November 2006)

Alexander Ehringer



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