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14 tablaturen für Regurgitate


Regurgitate - Sickening Bliss (8/10) - Schweden - 2006

Genre: Grindcore
Label: Relapse Records
Spielzeit: 36:06
Band homepage: Regurgitate

Tracklist:

  1. Bliss
  2. Abducens Eminence
  3. Euphoric State Of Butchery
  4. Cocoon Of Filth
  5. Putrid Serenity
  6. Tenderizing The Malformed
  7. Violent Necrophilic Climax
  8. Cavernous Sores
  9. Reborn In Latrinic Ecstasy
  10. Bleed On Me
  11. Gutrot Hogfrenzy
  12. Undying Lust For Cadaverous Molestation
  13. Battered With A Brick
  14. Devoured By Ghouls
  15. Addiction (An Unconditional Love For Blasphemous Perversions)
  16. (We Are) Sadistic Hateful Scum
  17. Worm Eater
  18. Perish In Blood
  19. Upheaval Of Human Entrails >mp3
  20. Bathed In Feculence
  21. Bestial Sons Of Devastation
  22. Defile
  23. Deterioration Of Grated Genitals
  24. Excremental Ingestment
  25. Hacksaw Hysterectomy >mp3
  26. Catatonic Possession
Regurgitate - Sickening Bliss

Laßt uns nicht um den heißen Brei herumreden (obwohl das Stichwort 'Brei' hier nicht ganz fehl am Platze ist): "Sickening Bliss" ist genau die richtige Scheibe wenn es darum geht, euer Gehirn zu flüssigem Brei (seht ihr?) zu verwandeln und aus euren zerfetzten Trommelfellen laufen zu lassen. Das heutige Tagesgericht lautet "akustisches Blutvergießen", und es wird in großen, eiternden Portionen stinkenden Grindcores serviert.

 

Alle Unterschwelligkeit wurde von einem messerbewehrten Psychopathen in einen Schrank gesperrt, und so können REGURGITATE nun nach blutig' Herzens Lust losknüppeln. Vom Entgleisen von Schnellzügen bis hin zu erdbebenverursachenden Grooves fallen diese Tracks in rascher Abfolge an eurem Fenster vorbei, jeder davon mehr oder weniger von Scheiße, Blut und Pisse bedeckt, nicht zu vergessen etwas Wichse hier und da. Wenn dieser Haufen auf euch zugewalzt kommt solltet ihr besser hoffen, auf weichem Grund zu stehen.

 

Nachdem das kurze Intro von "Abducens Eminence" kräftig einen den Arsch hochgejagt bekommen hat poliert euch die Scheibe durchgehend die Fresse. Heftige Verzerrung sowohl der Gitarren wie auch beim Bass treibt den Knackigkeitsfaktor ordentlich hoch, während das ein oder andere Schlagbohrsolo und gelegentliche Punkeinwürfe für Abwechslung bzw. momentane Schmerzlinderungen sorgen. Wie man erwarten würde bolzt dieses Machwerk größtenteils gnadenlos nach vorne durch, aber es gibt auch genug Passagen wie etwa die erste Hälfte von "Violent Necrophilic Climix", die kurz durchatmen lassen bevor jemand die Bremsleitung durchtrennt.

 

Es freut mich berichten zu können, daß "Sickening Bliss" nicht den Versuch unternimmt, das Genre neu zu definieren, sondern sich auf längst und durchgehend erprobtes Kehlenzerfetzen verläßt. Stattdessen hauen REGURGITATE  hauen ihre Mucke auf solch tödliche Weise hin, daß ihr den Verlust eurer Arme und Beine vor lauter Spaß erst bemerken werdet, wenn euch die Lichtlein ausgehen. Nicht umsonst nennt sich das hier "extreme Musik", denn sie strotzt durchweg vor reiner, gnadenloser Fiesheit, ob es nun das sich mit dem Sumpfmonstergurgeln Duelle liefernde, würgende Knurren ist oder das eure Eier abrasierende Schlagwerk. Zusammen mit dem ganzen Rest klingen diese Elemente dank der wuchtigen Produktion absolut unaufhaltsam wie ein Bulldozer.

 

"(We Are) Hateful Sadistic Scum" macht sich musikalisch etwas selbständig, indem es durchweg im Mid-Tempo-Bereich sein Gift versprüht und dabei auf ganz groß ausgelegtes Arschtreten aus ist. Im Laufe der nächsten Tracks wiederholt sich dieses Schema, wenn auch in immer stärker abgeschwächter Form. Die Band ist ganz offensichtlich sehr vertraut mit jedwedem Aspekt ihrer Musik und man merkt deutlich, daß sie sich dabei köstlich amüsieren. Wer will, und wessen Lungen und Kehle es mitmachen, findet hier jede Menge zum Mitkotzen; auf "Perish In Blood" und noch einigen anderen Songs gibt es ein paar Augenblicke, zu denen man mit ein paar Freunden zusammen vorzüglich Leichen verstümmeln kann.

 

Es hat keinen Zweck, "Sickening Bliss" zu Tode zu analysieren. Genauso gut hätte ich einfach "kauft es. jetzt." schreiben können. Hierbei handelt es sich nämlich ganz simpel um eine makellose Ladung voll aufgeladenen Grinds, der eine richtig blutige Sauerei verursachen und den Totengräber für einige Zeit beschäftigen wird. Eine Werbekampagne zur Selbstentweidung könnte nicht überzeugender sein.

(Online 5. Dezember 2006)

Niall MacCartney



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