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2 tablaturen für Blind Guardian


Blind Guardian - A Twist In The Myth (9,5/10) - Deutschland - 2006

Genre: Progressive Power Metal
Label: Nuclear Blast Records
Spielzeit: 51:31
Band homepage: Blind Guardian

Tracklist:

  1. This Will Never End
  2. Otherland
  3. Turn The Page
  4. Fly
  5. Carry The Blessed Home
  6. Another Stranger Me >mp3
  7. Straight Through The Mirror
  8. Lionheart
  9. Skalds And Shadows
  10. The Edge
  11. The New Order
  12. Dead Sound Of Misery (US Bonus Track)
  13. Interview  (US Bonus Track)
Blind Guardian - A Twist In The Myth

Es sei zunächst gesagt, dass ich fest auf dem BLIND GUARDIAN-Bandwaggon stehe. Ich bin einer jener Fans, die das Gefühl haben, dass die Band nichts falsch machen kann. Als „A Night At The Opera“ alle eingefleischten, kritischen und gelegentlichen Fans in der Mitte gespalten hat, stand ich stolz auf der Seite des Zaunes, die das Album als brillant lobte.  Sicher, es war so bombastisch, dass es fast schon lächerlich war, und es brauchte viele Hördurchgänge, um sich zu entfalten (ich glaube immer noch nicht, dass ich alles gehört habe, was das Album zu bieten hat), aber es stand auch für alles, was BLIND GUARDIAN so besonders macht. Somit sollte es keine Überraschung sein, dass ich das neueste Opus der Band und eine der am stärksten herbeigesehnten Veröffentlichungen des Jahres, „A Night At The Opera“, absolut anbete.

 

Wieder einmal haben die Deutschen ein Album veröffentlicht, das wie nichts anderes in ihrem Katalog klingt, aber immer noch 100%ig und unleugbar BLIND GUARDIAN ist. Ein großer Teil des Bombasts des vorigen Albums ist immer noch da, wurde aber merkbar abgeschwächt. „A Twist In The Myth“ ist vom Wesen her progressiv, aber auch das zugänglichste Album, das die Band seit „Imaginations From The Other Side“ veröffentlicht hat. Aber andererseits wird dieses Album, genau wie jede BLIND GUARDIAN-Veröffentlichung, ein paar Hördurchgänge brauchen, damit man es vollständig zu schätzen weiß.

 

Auf einzelne Songs einzugehen, wäre eine ziemlich sinnlose Übung, da jeder auf seine eigene Weise hervorragend ist (obwohl einige auf jeden Fall direkter sind als andere). Lasst uns einfach sagen, dass alles, was ihr an BLIND GUARDIAN liebt (oder hasst) hier ist, zusammen mit ein paar neuen Ideen. Die Aggression, die auf dem vorigen Album ein bisschen zu fehlen schien, ist wieder da, in vielen der Refrains findet man mehrstimmigen Gesang vor, und ein Gutteil der Melodien auf dem gesamten Album hat dieses Folk-Feeling, das die Band so gut hinbekommt. Die „Barden“ unter euch bekommen sogar eine neue akustische Mitsingnummer, ziemlich im Stile von „Lord Of The Rings“, „The Bard’s Song – In The Forest“ und „A Past And Future Secret“. Hier ist alles drauf.

 

Da das hier BLIND GUARDIAN sind, steht die Musizierung außer Frage. Hansi Kürsch gehört zu den besten und einzigartigsten Sängern der Metal-Szene und liefert wieder mal eine atemberaubende Performance ab. Und natürlich bewegt sich alles auf höchstem Niveau, von den Leads und Soli von Gitarrist André Olbrich bis zur Rhythmusabteilung von Gitarrist Marcus Siepen, dem neuen Drummer Frederik Ehmke und Session-Bassist Oliver Holzwarth.

 

Nebenbei will ich auch das Artwork des neuen Albums erwähnen. Während das Cover von „A Night At The Opera“ mich nie ganz überzeugen konnte, macht das superbe Artwork von „A Twist In The Myth“ das mehr als wett. Es ist alles, was ein BLIND GUARDIAN-Artwork sein sollte.

 

In einem verdammt großartigen Jahr für den Metal steht “A Twist In The Myth” über nahezu allen bisherigen Veröffentlichungen und ist ein wichtiger Anwärter auf den Titel „Album des Jahres“. Der einzige Grund, warum dieses Album nicht die 10/10-Bewertung bekommt, ist, dass es die absoluten Klassiker der Band, „Imaginations From The Other Side“ und „Nightfall In Middle-Earth“ (die beide locker Zehnen sind) nicht ganz erreicht. BLIND GUARDIAN haben wieder bewiesen, warum sie sich an der Spitze des Metal befinden, und ich kann „A Twist In The Myth“ nur wärmstens weiterempfehlen.

(Online 11. Dezember 2006)

Eric Vieth



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