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Panchrysia/Iconoclasm - The Ultimate Crescendo Of Hell (8/10) - Belgien - 2006

Genre: Black Metal
Label: Shiver Records
Spielzeit: 48:20
Band homepage: Panchrysia
Band homepage: Iconoclasm

Tracklist:

Panchrysia

  1. The Ultimate Crescendo Of Hell
  2. A Filthy Crusade
  3. Stray Down
  4. Angst (Live)

Iconoclasm

  1. Hellmouth
  2. Boadicae
  3. No Pity...No Fear
  4. Of Nothingness
  5. Rebel Of Hate
Panchrysia - The Ultimate Crescendo Of Hell

Hier haben wir es mit einem Duell zwischen Feuer und Eis zu tun, denn PANCHRYSIA stampfen mit eisiger Kälte voran, während ICONOCLASM feuern wie ein Arbeiter in einer V2-Fabrik. Beide Bands schinden aber aus vielerlei Gründen mächtig Eindruck und beiden solltet ihr eure Aufmerksamkeit widmen.

Das letzte Mal hörte ich PANCHRYSIA mit ihrem "In Obscure Depths"-Album, einem unterhaltsamen, schnellen Schmauß, dem aber die Ausdauerfähigkeit fehlte. Die vier Beiträge für diese Split sind aber anders, sie sind derber ausgerichtet und die Tracks erinnern an die "Rebel Extravaganza"-Zeiten von SATYRICON. Ihre Entwicklung ist erfreulich, sie kupfern auch nicht vollständig von ihren Vorbildern ab, ihre Songs haben durchaus Substanz.

Vieles spielt sich bei ihnen im Midtempo-Bereich ab, doch hier und da lassen sie eisige Stürme folgen. Ihre schneidenden Gitarren wirken stark auf einen ein und legen das Fundament für ein Nagelbrett, das allerdings mit Eiszapfen bestückt ist. Ihre kalte Ader lässt sich auch im verachtungsvollen Gesang erkennen, bei dem es sich hauptsächlich um ein grimmiges Knurren handelt. Angesichts solcher wuchtigen Riffs benötigt man schon einen rumpelnden Bass dazu und genau den haben sie auch zu bieten und auch die Drums schaffen es, die Riffs zu betonen. Zwar gibt es auch Double-Bass-Parts, doch zumeist ergänzen sich Schlagzeug und Gitarren.

Der Livetrack "Angst" ist keineswegs schlecht und er beweist, dass PANCHRYSIA ihre kaltblütigen Attacken auch auf der Bühne zu überbringen wissen, außerdem kann man sehr gut dazu bangen. Man sollte sich dies anhören und darf sich auch auf das kommende Album freuen, es lohnt sich.

Im Zusammenhang mit ICONOCLAST kann man gleich ein weiteres SATYRICON-Album als Bezugspunkt nennen, "Volcano" nämlich. Nicht unbedingt, was den Sound angeht, mehr was das Feuer darin ausmacht. Hier haben wir es mit einer glühenden, dunklen Wolke aus brennendem Benzin und Staub zu tun und wenn man sie erstmal erblickt hat, ist es schon zu spät. Es ist klar, dass die Jungs hier nichts anbrennen lassen und obwohl sie meist langsam agieren, wirken sie wie ein Bulldozer mit Raketenantrieb.

Ihr Black Metal enthält Elemente aus Death Metal und Thrash, aber in erster Linie ist es der Black-Anteil, der einem die Ohren abschneidet und zu Asche werden lässt. "No Pity... No Fear" ist eine Schlacht aus Midtempo und Blasting mit einem polterndem Höhepunkt in der Mitte und gegen Ende gewinnen die wilderen Elemente knapp die Oberhand. Die Tracks von ICONOCLAST haben alle etwas Eingängiges, am Ende lässt man sich von allen gefangen nehmen. Ihre Leadgitarren schneiden sich durch sollide Rhythmen und ein Track wie "Of Nothingness" verzaubert den Hörer mit siner Mischung aus Death-, Thrash- und Heavy Metal eingefärbtem Black Metal. Kommen wir zurück zum Vergleich mit "Volcano", der rührt nämlich daher, dass diese Songs einen gewaltigen Druck aufbauen, der am Ende butal entladen wird.

Dies ist super energetischer Black Metal, wer auf Blasting steht, wird hier bestens bedient und wer auf Kontraste steht, wird hier ebenfalls nicht klagen müssen. Diese Energie wird ICONOCLAST noch zum Erfolg führen und egal ob man das Blasting und die gallopierenden Drums, die Berserker-Vocals oder irgendeinen anderen Aspekt ihrer Musik betrachtet, Spaß macht das immer.

Diese Split garantiert Spaß, egal ob es eisig kalt oder feurig heiß sein soll. Wer sich bei beidem bedient, wird einen kalten Tag in der Hölle verbringen können.

(Online 12. Dezember 2006)

Niall MacCartney



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