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Empyrean Sky - The Snow White Rose Of Paradise (6,5/10) - USA - 2004

Genre: Progressive Metal / Death Metal
Label: Wormwood Productions
Spielzeit: 48:02
Band homepage: Empyrean Sky

Tracklist:

  1. Love Principle >mp3
  2. Reality Principle
  3. Into The Depths
  4. Peak Of The Fall
  5. Pleasure Principle >mp3
  6. Empyrean Sky
Empyrean Sky - The Snow White Rose Of Paradise

Wo soll ich nur anfangen? Vielleicht sollte ich beim Stil beginnen und feststellen, daß die Bezeichnung "Progressive Metal" EMPYREAN SKY nicht im geringsten gerecht wird. Insgesamt ist es eine Kombination ungeheuer vieler Stilrichtung, durch die sich die Band sofort von vielen anderen sogenannten "progressiven" Bands abhebt. Das Seltsame dabei ist, daß die Riffs beim ersten Hören extrem generisch klingen und größtenteils aus Richtung des Melodic Death Metal daherkommen. Erst nach einer Menge Rotationen der Scheibe begann dieser Gitarrenstill allmählich, mir weniger auf den Senkel zu gehen (denn Melodeath mag ich nicht sonderlich, vor allem wegen der zahllosen Klone von IN FLAMES und AT THE GATES) und ergab letzten Endes Sinn, gerade zusammen mit dem Gesang, den Keyboards und dem extrem breiten Klangspektrum, das sich diese Band zunutze macht. Es ist schade, daß der Name CHIMERA bereits vergeben ist, er würde nämlich perfekt zu dieser Band passen.

 

Von Melodeath hin zu Death Metal, Thrash, Progressive Metal, Heavy Metal, Power Metal und Acoustic Rock/Folk, und in Sachen Gesang, Instrumentierung, Rhythmus, Melodie, Harmonie und Tonarten dieser sechs Songs hinterläßt "TSWROP" sicherlich ganz schön Eindruck. Wenn man bedenkt, daß die Band eine Drummaschine verwendet (alle drei Mitglieder sind Gitarristen, und einer übernimmt den Bass, schätze ich), ist der Klang wirklich ziemlich gut; ich wußte gar nicht, daß es nur eine Maschine war, bis ich mir im Booklet die Credits durchlas. Sauber programmiert, Jungs! Das Gitarrenspiel ist ebenfalls sehr gut, was man angesichts der etwas budgethaft klingenden Produktion nicht unbedingt erwarten würde. Der Gesang andererseits ist etwas verbesserungsbedürftig; die Growls und anderen harschen Vocals sind gut gemacht, und der Gesang, an dem man sich versucht, ist nicht einfach -- es gibt viele hohe Noten und Vibrato, aber der Sänger liegt während des gesamten Albums desöfteren im Ton daneben, was der Sache dann doch abträglich ist.

 

Das zugehörige Booklet verdient auf jeden Fall eine Erwähnung, finde ich. Das Frontcover ist wirklich sehr schön geraten, was man ganz oben über dieser Rezension vielleicht gerade noch erkennen kann -- man sieht viele Wolken und Blitze, und darüber mehrere Engel, die eine nackte Person himmelwärts tragen -- ein sehr nachdenklich stimmendes, passendes Gemälde. Dasselbe gilt auch für das Bild hinter der CD, doch dann geht es ans Innere des Booklets, und dort läuft alles schief. Bei solch vielseitiger und intelligent geschriebener Musik könnte man sich vorstellen, daß die Bandmembers zusammen ernsthaft für ein Photo posieren oder vielleicht einzeln. Stattdessen wird dem Hörer ein lächerliches Bild von drei Typen geboten, welche die "Hörner" darbieten; die beiden hinteren grinsen dümmlich wie Honigkuchenpferde, als ob beim Vordermann gerade alle Dämme geplatzt wären. Von seinem Gesichtsausdruck her könnte das sogar zutreffen. Schrecklich, einfach schrecklich, und ich kann mir gut vorstellen, daß es viele Rezensenten vom Album selbst abgeschreckt hätte. Zum Glück hat die Band darauf verzichtet, ein Photo auf die Albumrückseite zu packen, sonst würde sich die Scheibe wohl gar nicht verkaufen. Ich kann ehrlich nicht verstehen, wieso eine ernsthafte Band mit so viel Potential so posiert, als wollten sie SPINAL TAP selbst auf die Schippe nehmen.

 

Aber nun ja. "TSWROP" ist gar nicht übel, und wenn einige Zeit ins Land gezogen ist und ein paar weitere Alben veröffentlicht worden sind könnten diese Jungs irgendwann durchaus eine ordentliche Gefolgschaft ihr Eigen nennen. Welche Art Metalhead sie mit ihrer Musik allerdings konkret ansprechen wollen würden, ist mir angesichts ihres riesigen Stilspektrums schleierhaft.

 

E-mail: info@empyreansky.com

E-mail: booking@empyreansky.com

E-mail: webmaster@empyreansky.com

(Online 14. Dezember 2006)

Tom Bartlett



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