The Metal Observer - Everything in Metal!

Band-Archiv: Metalheads online.  
# | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z Nach Land | Nach Stil | Nach Reviewer






Bandhistory folgt.

Weitere Reviews
Aktuelle Updates
Artikel drucken
Bewertungserklärung



Wicked Minds - Witchflower (10/10) - Italien - 2006

Genre: Hard Rock
Label: Black Widow Records
Spielzeit: 79:00
Band homepage: Wicked Minds

Tracklist:

CD

1.       Through My Love

2.       Witchflower

3.       A Child And A Mirror

4.       Here Comes The King

5.       Before The Morning Light

6.       Burning Tree

7.       Shadows Train

8.       Black Capricorn Fire

9.       The Court Of The Satyr

10.   Sad Woman

11.   Scorpio Odyssey

12.   Soldier Of Fortune

 

DVD

1.       Through My Love (Videoclip)

2.       From The Purple Skies

3.       Return To Uranus

4.       Rising Above

5.       Queen Of Violet

6.       The Elephant Stone

7.       From The Purple Skies (Videoclip)

8.       Drifting

9.       Might Just Take Your Life

10.   Across The Sunrise

11.   Return To Uranus

12.   Gypsy

13.   Witchflower (Making Of)

14.   Through My Love

15.   Witchflower

16.   A Child And A Mirror

17.   Before The Morning Light

18.   Sad Woman

19.   Scorpio Odyssey

20.   Through My Love

 

Wicked Minds - Witchflower

So, dieses Album hier dürfte ca. 95% der eingefleischten Metaller kräftig am Arsch vorbeigehen. Denn was die Italiener WICKED MINDS auf ihrem dritten Longplayer abziehen, ist alles andere als Metal, dabei aber so was von Heavy. Die fünf Typen stecken bis zum Hals im 70´er Jahre-Sumpf und wäre der Sound nicht so fett, würde ich schwören (Alter!), dass das hier eine verschollene Perle aus eben diesem Zeitalter ist.

 

Wo Spitzenkönner a la URIAH HEEP und vor allem DEEP PURPLE in den letzten Jahrzehnten stückweise immer polierter und berechenbarer wurden, gehen WICKED MINDS zurück zu den Wurzeln dieser Giganten und ledern einen drauflos, dass es nur so kracht. Da werden wie z. B. Auf „Here Comes The King“ orgiastische Instrumentenschlachten abgezogen, dass es seine Art hat. Klar, einen zweiten Ritchie Blackmore haben auch die Italiener nicht zu bieten, trotzdem alle Achtung für das, was Lucio Calegari auf der Sechssaitigen abzieht. Und selten klangen die Orgeln geiler als auf diesem Album. Paolo Negri heißt der Tastenhexer und er steht seinen großen Vorbildern in kaum etwas nach.

 

Einerseits geht die Band teilweise sehr wild und auch hektisch zu Werke, kommt jedoch immer wieder auf den Punkt zurück und sorgt für Ohrwürmer en masse. Andererseits haben die Typen auch ein unheimlich geschicktes Händchen für Balladen, die einen dahinschmelzen lassen. Dazu höre man am besten das leicht spacerockige „Burning Tree“. Ja, Einflüsse von Bands wie HAWKWIND lassen sich ebenfalls ausmachen und Fans von Krautrockern wie JANE werden sowieso fündig. Habe ich schon JETHRO TULL erwähnt? Nein? Nun, deren Freundeskreis sollte sich unbedingt „Black Capricorn Fire“ zu Gemüte führen, ihr werdet es lieben! Und für Coverversionen-Verehrer gibt es ein sehr gefühlvoll umgesetztes „Soldier Of Fortune“ von DEEP PURPLE´s „Stormbringer“-Album.

(Online 18. Dezember 2006)

Falk Kollmannsperger



© 2000-2013 The Metal Observer. Alle Rechte vorbehalten Haftungsausschluss