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Bewertungserklärung

3 tablaturen für I


I - Between Two Worlds (9,5/10) - Norwegen - 2006

Genre: Heavy Metal / Black Metal
Label: Nuclear Blast Records
Spielzeit: 42:39
Band homepage: I

Tracklist:

  1. The Storm I Ride >mp3
  2. Warriors
  3. Between Two Worlds
  4. Battalions
  5. Mountains
  6. Days Of North Winds
  7. Far Beyond The Quiet
  8. Cursed We Are
I - Between Two Worlds

OK, Mitglieder und Ex-Mitglieder von IMMORTAL, OLD FUNERAL, DET HEDENSKE FOLK, ENSLAVED, MALIGNANT ETERNAL, AUDREY HORNE, SAHG, GORGOROTH, JOTUNSPOR und AMPUTATION. Was für ein Line-up! Und IMMORTAL werden nicht nur von einem obskuren Mitglied aus den ersten zwei Wochen der Bandexistenz vertreten, nein, das hier ist Abbath und Demonaz ist für die Lyrics verantwortlich! Es gab eine Menge Diskussionen über I und es war recht verwirrend, was wir nun eigentlich zu erwarten hatten, aber “Between Two Worlds” zerstreut jegliche Zweifel und Unklarheiten mit einer eisigen Faust genau zwischen die Augen!

 

Wie soll ich jetzt bloß den Sound beschreiben… Stellt euch mal das folgende vor: eine Mischung aus neueren IMMORTAL, BATHORY und einen Schuss MOTÖRHEAD und ihr habt eine grobe Vorstellung, was euch erwartet. Was auf den ersten Blick etwas seltsam klingen mag, macht wesentlich mehr Sinn, wenn man den Opener “The Storm I Ride” hört, welcher ein hypnotisierendes Riff nimmt und Abbaths Stimme, die hier um einiges näher an MOTÖRHEADs Lemmy steht, drüberlegt, so dass man tatsächlich verstehen kann, was er von sich gibt, interessante Wendung! So, damit haben wir den MOTÖRHEAD-Einfluss verarbeitet, wie sieht es mit den anderen aus? Nun, IMMORTAL kommen an allen Ecken und Enden durch, vor allem dem Riffing, welches ziemlich einzigartig klingt und euch automatisch in seinen Bann ziehen wird, aber es würde einem nicht mal im Traum einfallen Widerstand zu leisten, glaubt mir!

 

Das Riffing ist der vielleicht wichtigste Faktor auf  “Between Two Worlds”, da es relativ einfach, aber umso effektiver ist. Die meisten Songs werden um ein Riff herum aufgebaut, das verschwindet und zurückkommt, aber anstatt nervend zu werden, baut es diese beinahe hypnotische Stimmung auf, welche dieses Album so einzigartig klingen lässt. Und der letzte Einfluss, BATHORYs epische Größe, kommt auch in vielen der Songs durch, so wie “Warriors”, “Days Of North Winds” und vor allem “Far Beyond The Quiet”, welches ein unglaublicher Song ist, aber auch wenn sie beschleunigen und dem Rhythmus ein leicht marschierendes Feeling verleihen, wie auf “Batallions”, behalten die Norweger dieses majestätische Feeling bei, das Black, Heavy und selbst ein bisschen Viking Metal auf meisterhafte Art und Weise in sich vereint.

 

Es fällt mir schwer, dieses Album in Worte zu fassen, da es beinahe unmöglich ist, die majestätische Atmosphäre von “Between Two Worlds” einzufangen, glaubt mir einfach, dass man es sofort als I erkennen kann und dass diese 42 Minuten keinerlei Füllmaterial enthalten! Es wird klar, dass Abbath und Demonaz niemals so viele Heavy Metal-Einflüsse in die Musik IMMORTALs hätten legen können, es war also eine beinahe logische Konsequenz, dass man das Ganze andernorten rauslassen musste. Jetzt da IMMORTAL nun auch wieder zurück sind und das Duo mit I ein Ventil für die epische Kreativität hat, erwarte ich, dass die neue IMMORTAL ein verdammter Eissturm wird...

(Online 14. November 2006)

Alexander Melzer



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