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Die Iren von CRUACHAN sind ein paar der vergessenen Helden des Metal. Mit vier exzellenten Alben schaffte es die Band aus Dublin sich einen eigenen Sound zu schmieden, aber gleichzeitig veränderten sie sich auch ständig etwas, um der Monotonie vorzubeugen, mit dem puren Folk Black Metal eines “Tuatha Na Gael”, dann purem Folk Metal bis hin zu einer angeschwärzten Variante des Folk Metal, wie würde sich die Band um Mastermind Keith O’Fathaigh auf den fünften Album, „The Morrigan’s Call“ anhören?
Nun, sie haben den Black Metal-Anteil wieder etwas hochgefahren, was nunmehr in einer recht ausgeglichenen Union der beiden Extreme des Folk und Black resultiert, aber sie haben absolut nichts von ihrer wahren Stärke verloren, der Vermengung ihrer keltischen Wurzeln und dem Metal und sie tun dies noch variabler als zuvor. Sie nehmen die besten Elemente ihrer Black Metal-Vergangenheit (sie haben sogar “Cuchulainn” von ihrem legendären Debüt „Tuatha Na Gael“ neu aufgenommen!) mit Keith Fays rauer Stimme und dem neueren Folk Metal mit Karen Gilligans exzellenter Stimme, sie wirklich miteinander verwebend.
Und mit AFM Records sollten sie nun endlich auch ein stabiles Label gefunden haben, nachdem sie in dieser Hinsicht in der Vergangenheit alles andere als glücklich waren. Die Liste an Instrumenten ist auch weiterhin sehr beeindruckend, Bouzouki, Mandoline, Banjo, Bodhran, Flöte, Geige und mehr neben dem traditionellen Metal-Instrumentarium, in einer einzigartigen Atmosphäre resultierend, wie gleich zu Beginn von „Shelob“ gezeigt, das die beiden Extreme zusammenführt, brutaler Black Metal auf der einen Seite und Folk Metal mit weiblichen Vocals auf der anderen, ein Rezept, das die Iren auf diesem Album mehr als einmal anrühren.
“The Brown Bull Of Cooley” setzt dies fort, eine stürmische Mischung, die euch automatisch in ihren Bann zieht und diese Energie auf den Hörer loslässt, inklusive einer sehr unüblichen Geige in den härteren Passagen! “Coffin Ships” fungiert als Intro für das SEHR intensive “The Great Hunger”, wo die Musik die Geschichte des Songs perfekt einfängt, ein weiteres Markenzeichen CRUACHANs, die in ihren Lyrics oft eine sehr traditionell irische Einstellung zeigen. “The Old Woman In The Woods” gleich darauf ist ein krasser Kontrast, mit seinem sehr leichten und beschwingten Rhythmus, bevor „Ungoliant“ eine sehr düstere Atmosphäre heraufbeschwört, die Iren zeigen sich hier wirklich von ihrer allerbesten Seite!
Die Produktion ist kraftvoll, behält aber dennoch eine gewisse Rauheit, die ihren eigenen Charme hereinbringt und das Cover-Artwork steht auch in voller CRUACHAN-Tradition. “The Morrigan’s Call” hat das Potential das bisher beste CRUACHAN-Album zu sein, aber da sie alle eine andere Herangehensweise zeigen, würde ich euch raten sie euch alle zu holen!
(Online 22. Dezember 2006)
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