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Nach Ralfs Review von OCEANS OF SADNESS' Debüt "For We Are" war ich eigentlich nicht sonderlich gespannt auf ihren Zweitling "Laughing Tears * Crying Smile", aber das war ein Fehler, denn dieses Album ist eine mehr als positive Überraschung für mich!
Es handelt sich nämlich nicht um "Standard Gothic Metal", wie Kollege Henn dereinst geschrieben hatte, sondern um geilen melodiösen Death Metal mit Gothic-Einschüben und abwechslungsreichen Vocals von Tijs Vanneste, rau und klar, tiefe und hohe Death Metal-Vox, oft alles in einem Song zusammen, sehr gut eingesetzte Keyboards/Klavier, verpackt in ein interessantes Cover, fertig ist ein starkes Album.
Sicherlich ist "Laughing Tears * Crying Smile" kein bahnbrechendes Album geworden, aber das Zusammenspiel schneller (und immer melodiöser) Death Metal-Parts und zurückgenommener Härte mit Klavier hat etwas, das nicht viele Bands in solcher Konsequenz und auch Klasse umsetzen, zumal man die verschiedenen Elemente (darunter auch den abwechslungsreichen Gesang) geschickt nutzt, um eine sehr gute Dynamik in die Kompositionen zu bringen und so das Interesse des Hörers eigentlich durchgehend auf einem hohen Niveau hält.
Vor allem drei Tracks möchte ich dabei besonders hervorheben, nämlich "One Entire Shield Of Pain", das wie Gothic Metal losgeht, dann aber in einen starken und sehr variablen Melodic Death-Track umschlägt (ohne dabei aber nach Göteborg zu klingen!), "Accepting Our Weakness", mehr Death denn Gothic, aber mit einem wirklich geilen Riff, allerdings auch mit ruhigeren Einschüben, um alles noch besser zur Geltung zu bringen, sowie "Schizophrenia", in dem man neben weiblichen Gesängen auch ein Akkordeon zum Einsatz bringt, was, ähnlich der genialen MOONLYGHT-Scheibe, eine ganz eigene Note hereinbringt.
Wie gesagt eine sehr positive Überraschung mit relativ einfachen, aber geilen Riffs, die in den Melodic Death durchaus wieder etwas frischen Wind hereinbringt und meine absolute Kaufempfehlung mit sich trägt! (Online 6. August 2002)
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