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Smilin Liar - So Mrs. Kennedy, How Was The Drive? (5/10) - USA - 2006

Genre: Metalcore
Label: Eigenproduktion
Spielzeit: 27:40
Band homepage: Smilin Liar

Tracklist:

  1. Shut Up And Drive (Intro)
  2. White Lie
  3. Two Points, Two Curves (The Shape)
  4. My Heart Upon The Killing Floor
  5. Remember This… (Interlude)
  6. From Ashes To Leaves
  7. Black Is The New Blonde
  8. Blood From The Stone
  9. So Mrs. Kennedy, How Was The Drive? (Outro)
Smilin Liar - So Mrs. Kennedy, How Was The Drive?

Wenn einer die drei kurzen “Geschichte erzählenden Tracks auf SMILIN LIARs zweiten Bemühungen „So Mrs. Kennedy, How Was The Drive?” diskontiert, dann bleibt die Uhr bei unter 25 Minuten stehen. Ja, diese Scheibe ist eine extrem kurze Angelegenheit, aber was es an Länge vermissen lässt, wird durch Aggression und Power wieder kompensiert… zumindest in der Theorie.

 

Ich garantiere euch, dass SMILIN LIAR die Intensität und die Angst übermitteln, die von ihrer Website versprochen werden (klickt auf den Link ganz oben), aber ich kann einfach nicht ausdrücken, wie mich das mittlerweile ankotzt, wenn eine Band nur aus dem Willen „heavy“ zu sein auch heavy ist. Die Gitarristen Ed Bonach und Ryn King feuern Punkriff nach Punkriff heraus, aber sie steuern nie wirklich etwas Interessantes bei, nicht mal während ihren Soli. Die Melodien sind monoton und sie tauchen lediglich als Hintergrundgeräusch für den erwarteten Star der Show, den Sänger Jonathan Carmichael, auf.

 

Carmichael scheint drei Settings zu haben: ein sehr melodisches Flüstern, ein kehliges Knurren und einen raspelnden, Speiseröhre zerstörenden Scream. Von diesen dreien fand ich eigentlich das kehlige Knurren als attraktivste Ausführung in der Verwendung seiner Stimme; es ist extrem kraftvoll, aber man kann doch jedes einzelne Wort herausfinden, das Carmichael singt. Wohlgemerkt, es brauchte mehrere Anhörungen, bevor ich mit seiner Stimme vertraut wurde; zuerst waren mir alle drei möglichen Anwendungen seiner Stimme gleichermaßen zuwider.

 

Das Songwriting auf „Mrs. Kennedy“ ist uneben; die Band trifft die Markierung auf der letzten (und weniger Screamo-mäßigen) Hälfte des Albums mit Songs wie „Black Is The New Blonde“, aber sie übermitteln nichts weiter als müde Riffs auf „White Lie“ und „My Heart Upon The Killing Floor”. Glücklicherweise teilen alle Songs dieselbe qualitative Produktion, sodass zumindest die Scheiße nach gut produzierter Scheiße klingt.

 

Abseits von einem kleinen Moment der Genialität (das zuvor erwähnte „Black Is The New Blonde“) ist „So Mrs. Kennedy, How Was The Drive?” generischer Metalcore. Es ist bestenfalls ein durchschnittliches Album und nichts mehr. Metalcore und Alternative Metal Fans könnten es mögen, aber für weniger als eine halbe Stunde Musik wird es wohl kaum wert sein.

(Online 11. Februar 2007)

Mitchel Betsch



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