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Year Of Desolation - s/t (4/10) - USA - 2007

Genre: Metalcore / Thrash Metal
Label: Prosthetic Records
Spielzeit: 38:08
Band homepage: Year Of Desolation

Tracklist:

  1. Elitist Death Squad
  2. Running The Gauntlet
  3. Suffer Thy Nemesis
  4. Erasing Your Existence
  5. The Economy Of Excess >mp3
  6. Forged In The Flames Of Malcontent
  7. Gorge
  8. 539
  9. The Cleansing
  10. Consume The Destroyer
  11. All In Vain
Year Of Desolation - s/t

Ihr thrasht und groovet und verprügelt mich mit Doublebass und sogar Grindcore-artigen Passagen, doch ihr müht euch ab, einprägsam zu riffen, wie ein Kind, das seinen Helm umgedreht aufgesetzt hat. Das ist die Misere von YEARS OF DESOLATION, denn Talent und musikalische Fähigkeiten, und doch können sie einfach nicht diesen letzten Schritt machen, um etwas Großartiges zu werden. Die Kombination aus Melodik und Thrash sollte nicht direkt ignoriert werden, aber sie stellt so ziemlich das Hindernis dar, welches die Band nie vollständig überwindet.

 

Es gibt zwei vorherrschende Wellen von melodieorientiertem Metal, die derzeit durch das Genre strömen; die, die Einflüsse aus der New Wave Of British Heavy Metal der 80er bezieht, und die, die von der Göteborg-Formel abgeleitet wurde, welche von „Slaughter Of The Soul“ beliebt gemacht wurde. YOD folgen letzterer und verwässern wüste Thrash-Passagen mit Riffing, das es nicht schafft, dir in den Arsch zu treten. Das schwächt die Intensitätswelle, die während einer Komposition aufgebaut wird, total ab und lässt jeden Anschein von Headbanging sofort verschwinden. Die Zwei vertragen sich einfach nicht, es sei denn, dein Ziel ist es, nichts Befriedigenderes als Hintergrundmusik zu produzieren.

 

Um es noch schlimmer zu machen, streut die Band eine Hand voll von Stop-Start-Hardcore-Passagen ein, denen es an Substanz und Wiedererkennungswert mangelt. „Elitist Death Squad“ hatte mich vollkommen gepackt, bis zu der Stelle nach einer Minute und 22 Sekunden, wo wir mit übermäßig klischeehaftem rhythmischen Geschepper überschwemmt werden, das im Metal absolut nichts verloren hat. Tracks wie „The Economy Of Existence” und “The Cleansing” sind Paradebeispiele für dieses Syndrom, da sie deutliche Brüche im Tempo enthalten, die den Hörer durchschütteln und dich gescholten und leer fühlen lassen.

 

Trotz dieser Makel erhält dieses selbstbetitelte Debüt eine solide Basis aufrecht, die sicherlich als Fundament für eine starke Zukunft dienen könnte. Diese Stellen, wo die Band zu einem Riff daherrast, das nur als alte SLAYER („Consume The Destroyer“) beschrieben werden kann, sind in der Tat solide und haben mich komplett überzeugt. Der Death-Metal-Einfluss könnte ebenfalls etwas mehr in den Vordergrund gestellt werden, ohne dass die melodischen Fallen alles zurückhalten. Allerdings wird YOD’s Debüt, egal wie man es dreht und wendet, am wahrscheinlichsten diejenigen zufrieden stellen, die süchtig nach Metalcore sind, und wird mit den Tausenden anderen solcher Alben konkurrieren müssen, die jedes Jahr veröffentlicht werden und es schaffen, die Mittelmäßigkeitskanalrohre zu verstopfen wie eine angestaute Pumpe.

 

P.S.: John Herman verdient Anerkennung für den versteckten Bonustrack, den er für seine Tochter als Respekterweis an seine Einflüsse beim Schreiben dieses Debüts geschrieben hat. Trotz meiner bedenken bezüglich dieses Werks könnten wir in diesem Genre auf jeden Fall mehr Typen mit Charakter wie ihn gebrauchen, und ich lobe ihn dafür.

(Online 14. März 2007)

Charles Theel



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