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Stell dir das vor: Du steckst in einem Cyperpunk-Film fest. Du willst heute Nacht etwas unternehmen; du hast einige Pillen geschmissen und gehst gerade zur Tür raus, um eine Nacht voller Spaß und eventueller Ausschweifungen zu erleben. Auf deinem Weg in den Rotlichtbezirk setzt die Wirkung der Drogen ein, betäubt dich, verzerrt deine Sinne und lässt sie gerade genug verschwimmen, um dich mit einem veränderten Blickwinkel durch die Nacht taumeln zu lassen, aber nicht genug, um deine Fähigkeit, durch die Nacht zu navigieren, zu beeinträchtigen.
Das hier ist der Soundtrack zu deiner Reise durch die Nacht, während du durch Bars und Underground-Tanzclubs ziehst, während die Rauschmittel langsam und subtil ihre Wirkung entfalten und jeder Ort, den du aufsuchst, sich LAANGSAAM von normal zu albtraumhaft verwandelt, ohne dass du diese Veränderung bemerkst.
Diese Änderung vollzieht sich, wo immer du auch hingehst, sei es eine Tanzbar („Zombie Children Do Synthetic Dreams“) oder ein Jazzclub („Pilot 1“), wo du hingegangen bist, um der Verrücktheit der Nacht zu entfliehen und dich hinzusetzen, nur um zu dich zu entspannen, aber vergebens. Was auch immer deine Umgebung ist, sie verändert sich Stück für Stück, beginnt normal und verwandelt sich dann in eine Szene, die Dave McKean oder Tim Burton visuell umsetzen würden. Dem wunderschönen Exemplar des anderen Geschlechts, mit dem du geflirtet hast, sind gerade Hörner gewachsen, und ihre Augen sind blutrot geworden, das Lokal, in dem du gerade sitzt, hat gerade jedes Perspektivgefühl verloren, und die Farben der Welt sind vollkommen falsch, aber das hast du dir ausgesucht.
Letztendlich überlebst du die Nacht und kehrst von deiner trippigen, seltsamen, spaßigen und verzerrten Reise nach Hause zurück, und du fängst an, etwas banales Late-Night-Fernsehen zu sehen, während die Drogen langsam in ihrer Wirkung nachlassen und du ruhig realisierst, was während deiner Nacht dort draußen passiert ist. Es war eine bewusstseinsverändernde Erfahrung, die du gerne noch mal durchleben würdest, aber jetzt willst du dich hinlegen und in der Realität aufwachen.
Veröffentlichungen wie diese lassen mich erkennen, dass man keine Drogen braucht, um einen Trip zu erleben.
Empfehlenswert!
(Online 22. März 2007)
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