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April - Tidelines (8/10) - Finnland - 2007

Genre: Alternative Metal
Label: Spinefarm
Spielzeit: 38:19
Band homepage: April

Tracklist:

  1. The Power Of One
  2. First Blood
  3. Stain
  4. Soul Of Elimination
  5. Colourblind
  6. Dead Man Walking
  7. Weakened To Speak
  8. Time Is Up
  9. Two Steps (For A New Revolution)
April - Tidelines

Nachdem sie 2004 und 2005 jeweils ein Demo veröffentlicht hatten, waren die Vorbereitungen für APRIL’s Debüt, “Tidelines”, getroffen. Ich war zwar nicht allzu begeistert davon, dass ich dieses Album reviewen musste, da Alternative Metal nicht wirklich mein Ding ist, aber entgegen aller Erwartungen bin ich bereits nach wenigen Songs mit diesem finnischen Quintett warm geworden.

 

Das Album beginnt mit ordentlich harten Gitarren und Vocals in Form von “The Power Of One”. Dieser Song bereitet einen auf den Rest von APRIL’s klanglichem Angriff vor: Musik, die von kraftvoller und zugleich poppiger Natur ist. APRIL haben gesagt, dass es nicht ihr Ziel war, der derzeitigen Alternative-Metal-Szene in irgendeiner Weise etwas vollkommen Neues zu bieten: Sie wollen es einfach besser spielen, als irgendeine der anderen gesichtslosen Bands, die auf den fahrenden Zug aufspringen.

 

Nehmt beispielsweise die erste Single des Albums. “First Blood” ist eine schön punkige kleine Nummer mit einem Refrain, die euch tagelang im Kopf hängen bleiben wird. Obwohl sie vom Wesen her eindeutig Pop ist, bewahrt die Band durch die tuckernden Gitarren einen Anschein von Heavy Metal. Die Hauptabsicht der Band ist es, Metal für das Mainstream-Publikum zu schreiben, und das gelingt ihnen.

 

Ein Aspekt, der mir besonders gut gefällt, ist der Sänger, Hakim Hietikko. Er erweist sich auf Tidelines“ als sehr wandelbar; wenn es gebraucht wird, klingt seine Stimme genau wie die Alternative-/Punk-Rock-Helden der amerikanischen Szene. Allerdings behält Hietikkos Stimme immer noch einen leichten finnischen Akzent, der dazu beiträgt, diese Band von ihren amerikanischen Gegenstücken abzuheben. Er kann auch growlen und schreien wie ein Meister, und um ehrlich zu sein, produziert Hietikko einen der besten Widersprüche, die ich je gehört habe; seine Schreie behalten immer eine Spur Melodik.


Ich war von APRIL angenehm überrascht. Als Hair-Metal-Fan weiß ich Metal, der zu kommerziellen Zwecken geschrieben wurde, definitiv zu schätzen, besonders wenn er so gut geschrieben ist wie „Tidelines“. Falls ihr ein Fan von Alternative Metal seid (oder gar Metalcore, obwohl diese Jungs etwas weniger „hardcore“ sind), dann gebt APRIL ruhig eine Chance.

(Online 5. April 2007)

Mitchel Betsch



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