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14 tablaturen für Whiplash


Whiplash - Power And Pain (10/10) - USA - 1985/1990

Genre: Thrash Metal
Label: Roadracer
Spielzeit: 34:45
Band homepage: -

Tracklist:

  1. Stage Dive
  2. Red Bomb
  3. Last Man Alive
  4. Message In Blood
  5. Warmonger
  6. Power Thrashing Death
  7. Stirrin’ The Cauldron
  8. Spit On Your Grave
  9. Nailed To The Cross
Whiplash - Power And Pain

Einen weiteren, total unterbewerteten Klassiker des Thrash Metal stellt “Power And Pain”, das Debüt der New Yorker WHIPLASH dar. Vor einigen Jahren habe ich mir die CD-Wiederveröffentlichung dieses Albums via Displeased Records zugelegt und mich anschließend wahnsinnig darüber aufgeregt, dass das Teil offensichtlich von einer sehr abgenutzten Schallplatte runtergezogen wurde. Und dass die Plattenfirma anschließend in den Magazinen mit dem Spruch „inklusive kultigem Knacken und Rauschen“ für die CD warb, setzte dem Fass dann die Krone auf. Zumindest wurde das beiliegende „Ticket To Mayhem“-Werk von der Original-CD gebrannt, wenigstens etwas Positives.

Mittlerweile habe ich mir für ein Heidengeld die Original-Price Killers-CD von Roadracer Records sichern können. Zwar fehlen hier die Texte und Bilder, aber zum Glück auch das „kultige Knacken und Rauschen“. Okay, die Musik ist aber auch jeden Preis wert, denn das Album reiht Treffer um Treffer aneinander. WHIPLASH hatten ihren vollständig eigenen Sound, hier klingt also nichts nach SLAYER und Konsorten. Speziell die eigenartig sirrenden Gitarren sorgen für ein unbändiges Gefühl im Kopf. Und auch die wilden, für einiges an Überraschung sorgenden Bassläufe des leider verstorbenen Tony Bono (R.I.P.) machen mächtig Laune. Ebenso einzigartig tönt der heisere, gepresst wirkende und doch tierisch Adrenalin ausstoßende Gesangsstil von Tony Portaro. Und über das Tier am Schlagzeug muss man keine großen Worte verschwenden, immerhin ersetzte Tony Scaglione kurzfristig Dave Lombardo, als dieser SLAYER zum erstenmal verließ.

Die Songs werden allesamt furios runtergebrettert, sind mit sehr flüssigen kurzen Breaks versehen, fressen sich ruckzuck im Gehör fest und setzen eine unnachahmliche Power frei. Knaller wie „War Monger“, “ Power Thrashing Death“ oder „Nailed To The Cross“ lassen sich jedenfalls sofort mitbrüllen und beanspruchen die Nackenmuskulatur aufs heftigste. Für mich steht dieses Album jedenfalls auf einer Stufe mit „Darkness Descends“ von DARK ANGEL. Wer auf gradlinigen, aber niemals stumpfen und niveaulosen Thrash mit Biss abfährt, wird diese Scheibe lieben!

(Online 12. April 2007)

Falk Kollmannsperger



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