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Sinner - Mask Of Sanity (5/10) - Deutschland - 2007

Genre: Hard Rock / Heavy Metal
Label: MTM Music
Spielzeit: 49:49
Band homepage: Sinner

Tracklist:

  1. The Other Side
  2. Diary Of Evil
  3. Badlands
  4. Black
  5. Thunder Roar
  6. The Sign
  7. Revenge
  8. Under The Gun
  9. Can't Stand The Heat
  10. No Return
  11. Last Man Standing
  12. Baby, Please Don't Go
Sinner - Mask Of Sanity

Mat Sinner ist ein vielbeschäftigter Mann. Er ist nicht nur ein integraler Bestandteil der Power-Metal-Schwergewichte PRIMAL FEAR, er hat auch seine neue Band EYES OF SHIVA (eigentlich eine Neugründung einer alten Band) und sein langjähriges SINNER-Projekt. Falls ihr noch nie von SINNER gehört habt, stellt euch all die mittelschnellen, Hard-Rock-artigen Momente von PRIMAL FEAR vor, fügt etwas Blues-Spiel hinzu und fügt diese Momente zu einer eigenen Band zusammen. So ungefähr klingen SINNER, rockiger, mittelschneller Melodic Metal mit dieser unnachahmlichen deutschen Attitüde/Charme. Aber heißt das, dass es auch gut ist?

 

“Mask Of Sanity”, SINNER’s zehntes (glaube ich) Studioalbum, hat seine Momente. Jeder Song hat mindestens ein herausragendes Gitarrensolo, was so ziemlich Standard ist, wenn man eine passable Band in dem Genre ist. Die Songs sind alle ausreichend einprägsam und haben nette Refrain-Hooks. Aber letztendlich ist „Mask Of Sanity“ einfach zu harmlos. Das Album legt nie wirklich los, sondern grenzt stattdessen an Uninspiriertheit und ist insgesamt eine Enttäuschung. Wo ich darüber nachdenke, eine noch bessere Beschreibung für SINNER auf „Mask Of Sanity“ als die obige wäre: Uninspirierte, moderne RAGE. Mitunter klingen Mat Sinners Vocals sogar so ähnlich wie die von Peavy Wagner.

 

Aber es ist noch nicht alles verloren: „Thunder Roar“ ist ein flotter Doublebass-Kracher, der deinen Kopf zum Nicken bringen wird. Die rasende Geschwindigkeit von „Under The Gun“ zusammen mit der zugrunde liegenden dunkleren Strömung und den sägenden Riffs macht ihn auch zu einen der besten Songs des Albums, und die THIN LIZZY-Einflüsse in „Can’t Stand The Heat“ wissen zu gefallen. Aber diese paar Tracks sind nicht genug, um „Mask Of Sanity“ zu retten.


Das Schlimmste an “Mask Of Sanity” ist, dass es nicht schrecklich ist; es ist nur so lala. Mit dem Album ist nichts von Grund auf verkehrt, aber es gibt auch nicht viel, das es gut macht. Und, ich bin mir sicher, dass viele Reviewer das schon mal gesagt haben, diese Alben sind am schwersten zu reviewen. Ich würde euch empfehlen, die Finger von „Mask Of Sanity“ zu lassen und euer hart verdientes Geld anderswo auszugeben.

(Online 16. April 2007)

Eric Vieth



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