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Bewertungserklärung



Bulldozer - Regenerated In The Grave (10/10) - Italien - 2006

Genre: Thrash Metal
Label: Metal Mind Records
Spielzeit: 202:08
Band homepage: Bulldozer

Tracklist:

The Day Of Wrath

1.       The Exorcism

2.       Cut Throat

3.       Insurrection Of The Living Damned

4.       Fallen Angel

5.       The Great Decceiver

6.       Mad Man

7.       Whisky Time

8.       Welcome Death

9.       Endless Funeral

10.   Fallen Angel

11.   The Final Separation

 

The Final Separation

1.       Ride Hard-Die Fast

2.       The Cave

3.       Sex Symbols’ Bullshit

4.       “Don” Andras

5.       Never Relax!

6.       Don’t Trust The “Saint”

7.       The Death Of Gods

8.       Another Beer (It’s What I Need

 

IX

1.       IX

2.       Desert!

3.       Ilona The Very Best

4.       Misogynists

5.       Heaven’s Ven’s Jail

6.       Rob “Klister”

7.       The Derby

8.       No-Way

9.       The Vision Never Fades

10.   The Derby (AC Wild+LABYRINTH)

11.   Neurodeliri

 

Overture

1.       Neurodeliri

2.       Minkions

3.       We Are…Italian

4.       Art Of Deception

5.       Ilona Had Been Elected

6.       Impotence

7.       Mors Tua-Vita Mea

8.       Willful Death

9.       You’ll Be Recalled

10.   Dance Got Sick-Part One

 

Alive…In Poland

1.       IX/Desert!

2.       Ilona The Very Best

3.       Impotence

4.       The Derby

5.       Heaven’s Jail

6.       Minkions

7.       Don’t Trust The Saint/The Cave

8.       Mors Tua Vita Mea

9.       The Final Separation

10.   Overkill

11.   Willfull Death (You’ll Be Recalled)

Bulldozer - Regenerated In The Grave

Ein ganz großes Lob muss ich der Firma Metal Mind Productions aussprechen, denn was die Polen mit der „Regenerated In The Grave...-Box auf die Beine gestellt haben, ist einfach göttlich! Alle vier Studio-Alben von BULLDOZER, sowie das Abschieds-Live-Album vereint in einer Box, da leuchten dem Old School-Thrasher die Augen. Zwar gab es die BULLDOZER-Alben schon mal als CD, doch wurden diese Teile einfach von der Schallplatte überspielt und so hört sich das Ergebnis auch an, nämlich grauenhaft.

Aber hier wurden die Alben noch mal überarbeitet, was gerade den ersten beiden Werken sehr gut getan hat. BULLDOZER wurden in den 80´ern regelmäßig von der Fachpresse verrissen, denn was sollte sch on großartig besonderes aus Italien kommen?! Und so stieg die Band im Underground zum absoluten Kult auf und das zurecht. Okay, der Erstling war nichts anderes als eine bloße VENOM-Kopie, aber wie viele Bands sind schon alleine an dieser Vorgabe gescheitert? BULLDOZER waren dem englischen Trio absolut ebenbürtig. Und die Neuauflage dieses Albums bietet noch als Bonus den Titelsong der 84´er Single „Fallen Angel“, welcher gewaltig nach MOTÖRHEAD klingt. Ein wirklich gutes Album, welches der Uralt-Black Metaller sehr zu schätzen weiß.

Das 86´er Zweitwerk „The Final Separation“ ging zwar immer noch in die VENOM-Richtung, war aber schon vom spielerischen her besser und auch abwechslungsreicher. Auch diverse kleine Melodien konnte man nicht verleugnen, man höre hierzu das geile „Ride Hard-Die Fast“. Und ein gewaltiger TANK-Einfluß lässt sich in den meisten Songs ebenfalls nicht bestreiten. VENOM+Tank=BULLDOZER? Ja, kann man wirklich so sagen. Dazu höre man am besten die B-Seite der schon angesprochenen Single, namentlich „Another Beer (It´s What I Need)“. Auf diesem Album befinden sich nur Killer.

Noch besser ist allerdings der Nachfolger „IX“. Dort frönen die Italiener nun endgültig dem Thrash Metal und können es locker mit Bands wie den alten SODOM, DESTRUCTION, HIRAX, RAZOR,... aufnehmen. Aufgrund der sehr provokanten Lyrics wurde die Band wiederum heftigst in der Luft zerrissen, was die Fans jedoch einen Scheißdreck interessierte. An der Musik konnte es jedenfalls nicht gelegen haben, denn die ist über die komplette Distanz nur noch fantastisch. Zumeist schnell wie die Hölle und mit einem enormen Wiedererkennungswert gesegnet. „The Derby“, welches Mastermind AC Wild zusammen mit LABYRINTH live in Tokyo eingespielt nochmals ans Ende der Scheibe als Bonustrack packte, ist der Höhepunkt der Scheibe. Aber auch die restlichen Songs müssten eingefleischte Thrasher generell zum ausrasten bringen. Vergleichsmöglichkeiten finden sich hier kaum, BULLDOZER hatten mit „IX“ endgültig ihren eigenen Stil gefunden.

Und dieser Stil wurde auf „Neurodeliri“, dem letzten Studiowerk noch ausgebaut. Noch wilder, noch brutaler, noch fieser als auf dem eh schon überragenden Vorgänger rödeln BULLDOZER die gesamte Konkurrenz in Grund und Boden. Sicher gibt es heutzutage massenhaft Gruppen, die schneller und brutaler klingen, aber auch wesentlich eintöniger und damit ebenfalls sehr langweilig. Die Italiener und ihre Songs dagegen versprühen Charisma bis in die letzte Pore und das ist eine Tatsache!!! Für kleine Farbtupfer sorgten auf „Neurodeliri“; welches dem verstorbenen ersten Bassisten und seiner gleichnamigen Band gewidmet wurde, die kurzen, Horror- mäßigen Keyboardeinlagen. Als Bonus gibt es mit „Dance Got Sick-Part One“ eine seltsame Mischung aus Dancefloor-Mucke und dem eigenen Bandsound, was aber auch nicht Übel klingt.

Und zum Abschluss folgt „Alive...In Poland, wo sich das Trio und ihre Fans in einen wahren Rausch spielt. Um nochmals auf „Neurodeliri“ zurückzukommen: manche Lieder gehen Nahtlos ineinander über, so dass sich statt der auf der Hülle angegebenen 11 Tracks lediglich 9 Songs befinden. Die Box enthält zudem sämtliche Texte, Linernotes vom Meister selbst und ist auf 2000 Exemplare limitiert. Muss man als 80´er Jahre Thasher einfach kennen und ist jeden Preis wert. Die Höchstnote ist dafür noch viel zu wenig. 

(Online 7. Mai 2007)

Falk Kollmannsperger



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