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10 tablaturen für Asphyx


Asphyx - The Rack (8/10) - Niederlande - 1991

Genre: Death Metal
Label: Century Media
Spielzeit: 37:28
Band homepage: -

Tracklist:

  1. The Quest Of Absurdity
  2. Vermin
  3. Diabolical Existence
  4. Evocation
  5. Wasteland Of Terror
  6. The Sickening Dwell
  7. Ode To A Nameless Grave
  8. Pages In Blood
  9. The Rack
Asphyx - The Rack

Bevor es sich der Death Metal in der Nische bequem machte, in der er heute sitzt, mit schnellen Intro-Riffs gemeinsam mit gemäßigteren Strophen und tiefen Growls, gab es Bands wie ASPHYX, die spielten, was man nur als Doomigen Death Metal beschreiben kann. Obwohl es mir schwer fällt mir das bahnbrechende Album dieser Niederländer anzuhören ohne es als Teil der späteren Periode der ersten Death Metal-Phase anzusehen. Es ist unmöglich nicht festzustellen, wie langsam und zurückhaltend der Großteil des Albums ist, wenn man sie mit den MORBID ANGELs jener Zeit vergleicht, die selbst auch viele langsamere Passagen zu bieten hatten.

 

“The Rack” ist ein Mahlstrom dreckiger, ätzender Strophen und heiserer, aber doch verständlicher Growls von Martin van Drunen. Van Drunen kam von den mächtigen PESTILENCE und würde danach zu BOLT THROWER weitergehen, aber seine Arbeit auf „The Rack“ ist so gut wie alles, das er für diese Legenden abgeliefert hat. Der erste Track ist ein einfaches, aber atmosphärisches Intro, erst beim eröffnenden Riff von „Vermin“ wird einem klar, was für eine dringliche Angelegenheit „The Rack“ ist. Dieser öffnende Song ist eine der durchgehend schnellen Nummern auf dem Album, das seine Wurzeln in VENOM und frühen DEATH darlegt. Auch zunächst schnell brechend, wird “Diabolical Existence” zu einem faulen, sich aber nie windenden Beispiel Früh-Neunziger-Death Metal. Was Teile dieses Albums davor bewahrte es als Doom angesehen zu werden, waren die Vocals van Drunens, wesentlich gröber als was man normalerweise von Doom selbst erwartet. So klingend als ob er einen Bruchteil einer Sekunde davon entfernt war zu Tode gezerrt zu werden, bringt van Drunen wirklich diesen ergreifenden, viszeralen Faktor herein, der einen durchgehend mehr hören lassen will.

 

Selbst mit was kein Millionen-Dollar-Budget war, klingt „The Rack“ nie angestaubt und es ist stets was es sein soll: fesselnder, rasselnder Metal, der euren Arsch in die Hölle zieht. Als Band haben ASPHYX einige gute Platten herausgebracht, inklusive einem fantastischen Re-Release und Update einer früheren EP, “Crush Of The Cenotaph”. Aber es war “The Rack” mit dem die Band sich der Death Metal-Welt der damaligen Zeit so richtig anbot und sie schafften es eine beeindruckend berauschende Melange aus Death und Doom Metal zu erschaffen, selbst wenn sie es selbst nicht so sahen.

(Online 12. Mai 2007)

Stephen Rafferty



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