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Psyopus - Our Puzzling Encounters Considered (4,5/10) - USA - 2007

Genre: Death Metal / Mathcore
Label: Metal Blade Records
Spielzeit: 66:04
Band homepage: Psyopus

Tracklist:

  1. The Pig Keeper's Daughter
  2. 2
  3. Scissor Fuck Paper Doll
  4. Whore Meet Liar
  5. Insects
  6. Imogenis Puzzle Pt. 2
  7. Play Some Skynyrd 
  8. Kill Us
  9. Siobhanis
  10. Happy Valentineis Day 
  11. Our Puzzling Encounters Considered 
  12. Untitled (Secret track)
  13. Untitled (Secret track)
Psyopus - Our Puzzling Encounters Considered

Ich liebe technischen Death Metal, aber nur wenn er richtig gemacht ist. Ich liebe MARTYR, PAWN OF POSSESSION, THEORY IN PRACTICE & CRYPTOPSY, weil sie in der Lage sind, immense instrumentale Fähigkeiten zu zeigen, aber auch wissen, wie man diese Fähigkeiten im Kontext eines SONGS einsetzt. Sie schreiben technische Musik, und man braucht oft ein paar Durchgänge, um die Details und Vertracktheiten zu erfassen, die in der Kakophonie der Musik verloren gehen können, aber all die Taktarten und Tempowechsel, die Vielzahl der komplexen Riffs und die ungewöhnlichen Harmonien werden auf eine Art und Weise gespielt, die den Song aufwertet. Das Endergebnis ist eine erfüllende Erfahrung, obwohl der Song zu Beginn wie ein Gemetzel wirkt.

Das hier ist durchgeknallter technischer Death Metal. PSYOPUS’ Gitarrist, Chris Arp, ist technisch extrem fähig und in der Lage, eine unverschämte Menge an Noten in extrem kurzer Zeit zu spielen und das sauber und präzise, während er immer noch in der Lage ist, mit den zahlreichen Takt- und Tempowechseln im Rhythmus mitzuhalten, und der Drummer und der Bassist sind technisch ebenbürtig. Allerdings wirkt „Our Puzzling Encounters Considered”, nachdem man es sich angehört hat, wie ein verkrampftes, orientierungsloses und lärmendes Album. Die beste Art es zu beschreiben wäre, wenn man sich eine Jamsession von Virtuosen vorstellt, die alle an einem extremen Fall des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms leiden.

Ich weiß, dass es ein bisschen vage ist, zu sagen, dass diese Band orientierungslos und verwirrend ist, aber das ist die beste Art es zu beschreiben. Zu Beginn klingt es sehr aggressiv und kraftvoll, und das erste, was man sagt, ist: „wow, das ist FANTASTISCH“, aber das weicht langsam Genervtheit und Apathie. Ja, die Musik ist unglaublich komplex, mit vielen Wechseln, die aus allen möglichen Richtungen kommen, aber interessiert das einen nach einer Weile wirklich noch? Das Problem ist nicht die schiere Vielzahl an Noten oder Wechseln, sondern die Überlegung dahinter, und in diesem Fall klingt es, als hätte die Band beschlossen, zufällige Noten zu spielen.

Es ist eins der musikalisch beeindruckendsten Alben, die ich jemals gehört habe, das gebe ich zu. Holt es euch, wenn ihr hören wollt, wie die Grenzen der Technik (und nichts anderes) GANZ WEIT nach hinten verschoben werden.

(Online 11. Juni 2007)

Armen Janjanian



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