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Sarpanitum - Despoilment Of Origin (7,5/10) - Großbritannien - 2007

Genre: Death Metal
Label: Galactic Records
Spielzeit: 35:20
Band homepage: Sarpanitum

Tracklist:

  1. Seducing The Phallus Throne
  2. Halls Of Decadence
  3. Ascending The Divine >mp3
  4. Provocation Of An Eternal Odium
  5. Dusk Over Assyria
  6. Cur Defilement
  7. Dawn Of Enthrallment >mp3
  8. Despoilment Of Origin
Sarpanitum - Despoilment Of Origin

Ich finde es gut, wenn sich Bands nach dem Musikstil, den sie spielen, benennen, so wie CANNIBAL CORPSE etwa. Na ja, eigentlich ist das ein beschissener Name, aber wenigstens weiß man sofort, was die Band spielt. Und daher frage ich mich, was es wohl mit SARPANITUM auf sich hat. Irgendwie fällt mir dazu nichts ein und deshalb ist ein bisschen Recherche nötig. Eine kurze Suche in Wikipedia ergab, dass Sarpanit eine Gottheit in der babylonischen Mythologie ist und mit dem großen Boss, Marduk, verheiratet ist. SARAPNITUM haben sich nicht den übelsten Namen zugelegt, denn sie sagen, sie sind von der mesopotamischen Kultur beeinflusst. Ihr Bandname ist da sehr passend.

Ihre Mission, brutale Musik mit Geschichte zu verbinden, begann 2003. Sie veröffentlichten bislang noch nicht so ewig viele Alben, alle aber bislang in konstanter Folge. Anstatt auf Quantität legen SARPANITUM auf Qualität wert, sie sammeln eine handvoll Songs bis sie damit einen Longplayer gestalten können. Ich nenne sowas klug. Und ich verwette mein linkes Ei darauf, dass sie schon eine Menge Gigs gespielt haben.

SARPANITUM ist eine wirklich brutale Band, aber sie sind nicht chaotisch, der normale Death-Fan sollte also wenig Probleme mit "Despoilment Of Origin" haben. Grob gesagt findet die Band einen guten Ausgleich aus Tempo und Härte. Und glücklicherweise schaffen es SARPANITUM auch einige richtig feine Songs der Zerstörung zu kreieren.

Inmitten all der Brutalität platzieren sie abgewichste Soli und schöne Harmonien, mehr gibt es nicht. Bedenkt man, dass sie zu keiner Zeit nur des Tempos wegen losböllern oder mit übertriebener Härte vorgehen, brauchen sie eigentlich auch nicht mehr. Ich weiß, ich klinge wie ein naiver Fan, von daher tut auch etwas Kritik Not.

Ich finde SARPANITUM wirklich gut, aber sie müssen noch einige Schritte machen, um ganz groß werden zu können. Ihre Stücke bieten allesamt gut gemachten Death, aber nur ab und an sind sie eine echte Killerband. Sie haben aber durchaus das Talent noch mehr Eindruck zu schinden und sollten sie es schaffen, so brutal und abwechslungsreich zu bleiben und noch etwas an ihrem Songwriting zu arbeiten, steht dem Erfolg nichts mehr im Wege.

Ich empfehle "Despoilment Of Origin" allen Death-Metal-Fans, auch jenen, die die Hochglanzproduktionen aktuelleren Datums hassen. Ich denke, das Album ist gut produziert, aber es hat Kanten und dürfte jeden erfreuen, der Jacob Hansen und Tue Madsen verachtet. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass sie nicht tage- und monatelang im Studio saßen und mittels Pro-Tools kleinere Fehler zu kaschieren versuchten, denn man hört hier und da auch den einen oder anderen Spielfehler.

Weg mit Sterilität, her mit der Vitalität.

(Online 21. März 2007)

Arve Henriksen



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