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Die französische Hardcore-/Metalcore-Szene ist wahrscheinlich eine der am schnellsten wachsenden Metal-Szenen heutzutage, schafft es aber scheinbar immer noch, dem Radar der US- und UK-Märkte zu entgehen. Ein Faktor, der dazu beiträgt, ist dass es keine wirklichen Flaggschiffe gibt, die bei Major-Labels unterkommen und der breiten Masse vorgestellt werden. BLACK BOMB A sind einer der Vorreiter, die leider versuchen, mit dem von Bands wie BLEEDING THROUGH eingeführten sanfteren, medienfreundlicheren Ansatz den Durchbruch zu schaffen.
Das mit einem mitreißenden, kraftvollen Riff und druckvollem Drumming beginnende “One Sound Bite To React“ ist ein Album, das es nicht schafft, einen zu täuschen oder mitzureißen. Als würde man direkt in einen Breakdown geschmissen, kommt „Lady Lazy“ mit wenig Originalität, aber einer ordentlichen Menge sympathischer Energie daher und wird von elf Tracks gefolgt, die aus zwei Sängern und ein paar Hooks bestehen.
Der aus Lille stammende Sechser wird angeführt von einem Growler, dessen Vocals eine Menge Druck haben und gut zu den härteren Parts passen, sowie einem Screamer, der in seinen härtesten Momenten klingt, als wäre er in einer Teenie-Screamo-Band, und der in den melodischen Parts wie ein Dreizehnjähriger wirkt, der vorgibt, Amy Lee von EVANESCENCE zu sein. Wirklich mit die langweiligsten Vocals, die jemals ein Metalcore-Album verschandelt haben, und ihr Gebrauch scheint eine verkrüppelnde Wirkung auf das Songwriting gehabt zu haben.
Während der weibische Gesang aus dem ersten Track rausgehalten wird, wird er den gesamten Rest der Platte über eingesetzt und ersetzt oft Passagen, an denen ein kräftiger, growl-haltiger Breakdown hätte stehen können, durch melodiöse, verlangsamte Abschnitte à la LOST PROPHETS zu „thefakesoundofprogress“-Zeiten. Diese Nu-Metal-Einflüsse werden in dem unreifen „FatherFucker“, das wie eine LIMP BIZKIT-B-Seite klingt, noch weiter fortgeführt.
Während die Gitarren die langsameren Hardcore-Elemente kraftvoll vorantreiben und von gut produzierter Bassarbeit sowie fähigem Drumming unterstützt werden, wird die musikalische Integrität durch den übermäßigen Gebrauch der schwächeren Vocals vermindert. Auch wenn es den härteren Parts an Innovationen mangelt, enthalten sie zumindest die Energie, die man von einem guten Metalcore-Album erwartet, aber den melodischen Passagen fehlt es an allem, und nach einiger Zeit werden sie nur noch ermüdend.
Die Höhepunkte von “One Sound Bite To React” sind eine relativ nette Version von MIDNIGHT OIL’s „Beds Are Burning“ und ein Breakdown-getriebener Eröffnungstrack. Das macht den Rest allerdings kaum wett, und selbst die härteren Elemente der Musik beginnen gegen Ende etwas langweilig zu werden, da alles ein wenig rockig-zugänglich wird und der Mangel an kreativem Songwriting sich zu zeigen beginnt (harter Anfang; Übergang zur Melodie; dann Hartes über Melodischem).
Der französische Underground hat einige gute Bands, wie etwa BLOCKHEADS und DISPHORIA, aber BLACK BOMB A gehören trotz ihrer Popularität leider nicht dazu. „One Sound Bite To React“ ist ein verdammt hartes Metalcore-Album, das in flauschigen Pop Metal eingepackt und mit fürchterlichen, unpassenden Vocals übersät ist. Teilweise mögt ihr es nicht so schlimm finden, und eure Köpfe könnten zu nicken beginnen, aber sobald es vorbei ist, werdet ihr euch nicht mehr daran erinnern und es wird nicht allzu viel Zeit in euren Anlagen verbringen. Es sei denn ihr schaut gewisse TV-Sender.
(Online 1. November 2007)
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