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7 Thorns - Glow Of Dawn (7,5/10) - Dänemark - 2007

Genre: Power Metal
Label: Eigenproduktion
Spielzeit: 52:30
Band homepage: 7 Thorns

Tracklist:

  1. Hero At Last
  2. Seven Thorns >mp3
  3. Until Freedom Lasts Forever
  4. The Henchman
  5. Till The End Of Time
  6. Before We Go This Far
  7. Glow Of Dawn
  8. Dream World
  9. From The Skies
  10. Aligned With Divinity
7 Thorns - Glow Of Dawn

Was würdet ihr von einer Band erwarten, die drei Mitglieder der Melodic Black Metal-Truppe ILLNATH an Bord hat? Wahrscheinlich nicht was uns 7 THORNS auf ihrem Debüt-Album „Glow Of Dawn“ anbieten, denn was wir hier bekommen ist purer Power Metal mit Keyboard-Unterstützung, wie er in den 80ern recht groß war und vor ein paar Jahren ein großes Comeback feierte.Aber dankenswerterweise nehmen sie nicht nur ein, zwei Bands als Vorbilder und versuchen Elemente auszutauschen, sondern sie lockern Sachen angenehm auf mit Einflüssen aus dem skandinavischen Melodic Metal der 80er und vermeiden die Kinderliedmelodien, so dass ein paar der üblichen Fallstricke von Beginn an vermieden werden.

 

Schon 1998 gegründet, ist “Glow Of Dawn” das erste komplette Album nach einem Demo 2005 und sie haben mit Thomas eine gute Sängerwahl getroffen, da seine kräftige Stimme den Songs mehr Tiefe verleiht als der nächste Sammett-Klon da draußen. Und die ganze Sache beginnt sehr gut mit dem Cover-Artwork für das die Dänen die Dienste des schwedischen Designers Mattias Norgren in Anspruch nehmen konnten, ich liebe es! Und musikalisch können sie mich auch für sich gewinnen, mit ihrem sicherlich nicht originellen, aber gut gemachten Power Metal, der die Hindernisse, in denen sich so viele Bands verheddern, gut zu überspringen vermag.

 

Zum einen lockern sie sowohl Tempi als auch Rhythmen auf, um das Ganze interessant zu halten und wissen auch, wie sie die Songs mit angenehmer Schwere in den Gitarren würzen müssen, um die Keyboards zu kontern, mit denen einige Puristen wahrscheinlich durchaus Probleme haben werden, die aber den Songs zuträglich sind, da sie nicht als Zentrum des Songs eingesetzt werden. Nehmt den Opener „Hero At Last“ als Beispiel, Double-Bass, gute Vocals, nette Dynamik, keine Kinderliedmelodien, dann kommt “Seven Thorns”, das komplett mittelschnell ist bevor “Until Freedom Lasts Forever” mit einem Double-Bass-getriebenen Refrain, supereingängigen Melodien und Keyboards daherkommt, ihr seht also, dass sie einiges dieses Genres abdecken.

 

“Hero At Last”, “Until Freedom Lasts Forever”, “The Henchman” (typisch skandinavischer Power Metal der Achtziger, ich liebe es!), “Till The End Of Time” (heavier als der Rest), “Glow Of Dawn” (hier versuchen sie eine etwas andere Songstruktur) und das eingängige “Aligned With Divinity”, allesamt sehr gute Songs, die nix revolutionieren oder bekehren werden, aber beinahe jeden Power Metal-Fan zufriedenstellen sollten, etwas auf das man schon mal stolz sein kann, nicht zuletzt, da 7 THORNS inklusive der Produktion vielen unter Vertrag stehenden Bands Konkurrenz machen können.

 

Wenn dies also euer Ding ist, gebt diesen Jung seine Chance, die Qualität ist schon da, jetzt müssen sie nur noch an der Eigenständigkeit feilen!

(Online 21. April 2007)

Alexander Melzer



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