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Praetorian - Crushing Torment (7/10) - Australien - 2006

Genre: Death Metal
Label: Eigenproduktion
Spielzeit: 45:28
Band homepage: Praetorian

Tracklist:

  1. Manipulate To Desecrate
  2. Souliticitation >mp3
  3. Tunguska >mp3
  4. Unknown
  5. I Fall To Pieces
  6. Wisdom
  7. Crushing Torment
  8. Bleed Between The Lines
  9. Keeper Of Secrets
Praetorian - Crushing Torment

Ich habe in letzter Zeit mit der australischen Metal-Szene ja ziemlich gute Erfahrungen gemacht, lest mein Review zur neuesten VIRGIN BLACK und ihr wisst, was ich meine, und mit PRAETORIAN aus Melbourne kann ich eine Band begrüssen, von der ich bereits ihr 2002er Album „Threnody“ reviewt hatte. Nun liegt mir ihr neuester Streich „Crushing Torment“ vor und auch wenn mit der Vorgänger nicht wirklich beeindruckt hatte, freute ich mich schon darauf zu hören, wie sie sich weiterentwickelt haben.

 

“Threnody” war bereits nicht der übliche Death Metal und “Crushing Torment” steht auch abseits der viel beschriettenen Pfade, es ist gut zu sehen, dass Bands es immer noch „wagen“ anders zu klingen. Im Falle von PRAETORIAN liegt der Unterschied in Genre-untypischen Songstrukturen und dem Einsatz von klaren Vocals, wobei die Growls auch schon etwas anders klingen und mich mit ihrem heiseren Sound irgendwie an Kresho von Calgarys VERBAL DECEPTION erinnern.

 

Insgesamt ist es schwer PRAETORIANs Sound festzunageln, da sie sich nicht um Genregrenzen scheren, sondern sie frei überschreiten ohne sich aber irgendwo niederzulassen, mit den Vocals als wohl stabilstes Stilelement. “Manipulate To Desecrate” ist nicht der übliche energetische Opener, um alles loszutreten, sondern steht irgendwo zwischen langsam und mittelschnell, mit ein paar leichten klaren Vocals im Refrain und einem überraschenden ruhigen Zwischenspiel, während “Souliticitation” sanft mit ruhigen klaren Vocals loslegt, bevor es bis hin zu Double-Bass beschleunigt, aber zumeist den Klargesang beibehält. Dann kommt mit „Tunguska“ der unüblichste Track der Scheibe, mit einer Sirene und eher seltsamen Klängen beginnend, steht er recht fernab von den ersten beiden Tracks. Betitelt nach einem gigantischen Meteoriten-/Asteroideneinschlag in den 20er Jahren ist der Song modern, melodiös, heavy und irgendwie unheimlich, mit Untertönen, die man gehört haben muss.

 

“I Fall To Pieces” hat einen gewissen BRONX CASKET CO.-Einschlag und ist sehr abwechslungsreich, einer der besten Songs der CD, “Wisdom” enthält wesentlich harschere Death Metal-Vocals, “Crushing Torment” ist straighter als irgendein anderer Song hier, “Bleed Between The Lines” zeigt eine progressivere Seite und “Keeper Of Secrets” schwankt zwischen sehr melodiösen Passagen mit Klargesang und sehr düsteren Parts mit Death-Vocals, alles von mehreren Tempowechseln zusammengehalten, ihr seht also wie schwer es ist diese Band wirklich zu beschreiben!

 

Wie man “Crushing Torment” nun bewertet wird stark auf eure Einstellung ankommen, ihr könnt einen Punkt hinzufügen, wenn ihr eine sehr diverse Herangehensweise mögt, oder einen abziehen, wenn ihr eine enger zusammenstehende Formation wollt, aber egal wie man es dreht und wendet, es ist ein gutes Album und ich bin schon gespannt darauf zu hören, in welche Richtung PRAETORIAN in Zukunft gehen werden!

(Online 26. April 2007)

Alexander Melzer



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