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ILID aus Italien werden gerade in Ihrer Heimat als Hoffnungsträger für melodischen Rock mit modernen Anleihen und leichten Gothic Einflüssen gehandelt. Ohne Zweifel ist die Mischung auf der hier vorliegenden 4-Track EP nicht schlecht, leider aber auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Der Gesang von Natascia und die musikalischen Ergüsse von Ronny, Alessandro und Giacomo sind vollends in Ordnung und dennoch hat man dies von anderer Stelle schon besser vernommen. ILID bewegen sich irgendwo zwischen relaxten THE GATHERING, brav rockenden PARADISE LOST und weniger poppigen EVANESCENCE, können aber genannten Bands nicht im geringsten das Wasser reichen.
Zwar merkt man den Italienern unüberhörbar das Bemühen eigenständig und authentisch zu klingen an, dennoch lassen ILID die heutzutage notwendige Risikobereitschaft vermissen, die eine Newcomer Band wenigstens etwas aus der Masse herausragen lässt. „Envenomation“ ist ein netter Rock Song der auch nach gemäßigtem Beginn ganz ordentlich Gas gibt, „Sacred“ kommt mit melancholischen Pianoklängen daher und drückt reichlich auf’s Gemüt und „The Grief“ und „Encore“ lassen sich zwar ebenfalls gut hören, bleiben aber leider auch nicht großartig im Ohr hängen.
Seitens der Produktion hat man allerdings seine Aufgaben bestens erledigt, denn diese bringt die insgesamt vier Songs gut rüber und kann vollends überzeugen. Mit etwas mehr Mut zum Risiko darf man ILID aber durchaus noch mehr zutrauen und wer weiß was diese Band auf einem möglichen vollständigen Album noch alles aus dem Hut zaubert. Der erste, wenn auch nicht übermäßig spektakuläre Schritt ist mit „The Shadow Over Arkhari“ jedenfalls getan, alles andere bringt die Zukunft.
(Online 17. Juni 2007)
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