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Pigshackle - Epig (7/10) - Großbritannien - 2007

Genre: Progressive Metal
Label: Genin Records
Spielzeit: 34:07
Band homepage: Pigshackle

Tracklist:

  1. Winged Snail Of Golgotha
  2. What Fisticuffs?
  3. Tatsu Maki Sen Pu Kyaku, MOFA FOCA!
  4. Viderbeest/Gernoo
Pigshackle - Epig

Genau so merkwürdig wie die Songtitel dieser EP anmuten fällt bei PIGSHACKLE auch die Musik aus, die einerseits schwer zu kategorisieren ist, andererseits aber gerade deswegen für Abwechslung sorgt und ein gewisses Interesse weckt. Zwar ist „Epig“ nicht einer jener Silberlinge, die sich ununterbrochen im CD-Player drehen, aber in regelmäßigen Abständen sollte diese EP aber dennoch ihren Weg dorthin finden.

 

Die vier Songs kommen komplett ohne Gesang aus und sind am ehesten mit den musikalischen Ergüssen einer Band wie PELICAN vergleichbar, aber auch ISIS, MELVINS oder NEUROSIS können als Einflüsse oder zum leichteren Verständnis herangezogen werden. Lange Ruhephasen und tonnenschwere Grooves durchziehen die Kompositionen des Trios von den britischen Inseln. Minimalismus auf der einen, unbändige Kraft, Abwechslung und das Gespür für eingängige Soundkollagen auf der anderen Seite sind die Stärken von PIGSHACKLE. Sicherlich nicht der Sound für die breite Masse, aber gerade deswegen auch so interessant. „Epig“ drückt einen unvorbereitet an die Wand und bei ordentlicher Lautstärke wird man ohne Vorwarnung in die dunkle Welt dieser Band entführt. Erbarmungslos und fies kriechen die Tracks aus den Lautsprechern und verrichten ihre Arbeit, als wäre es eine Leichtigkeit derartige Musik in die Welt zu setzen.

 

Gerade das komplett verwirrende und über 19 Minuten lange Schlussstück „Viderbeest/Gernoo“ lässt den Hörer zuerst in doomigen Klangwelten samt fetten Gitarren verweilen, wird dann immer leiser bis der Song schlussendlich komplett zum Stillstand kommt und am Ende mit elektronischen Klängen komplett ins Chaos abdriftet. Schräge Musik, soviel ist gewiss, aber, oder gerade deshalb auch eigenständig und hörenswert.

(Online 29. Juni 2007)

Alexander Ehringer



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