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138 tablaturen für Iced Earth


Iced Earth - Overture Of The Wicked (4/10) - USA - 2007

Genre: Power Metal
Label: SPV
Spielzeit: 22:25
Band homepage: Iced Earth

Tracklist:

  1. Ten Thousand Strong
  2. Prophecy
  3. Birth Of The Wicked
  4. The Coming Curse
Iced Earth - Overture Of The Wicked

Wir alle kennen es, das beinahe schon legendäre Album "Something Wicked This Way Comes", eines der wohl besten Alben des Power Metals aller Zeiten und auch eines meiner persönlichen Lieblingsalben. Nun hat sich Schaffer pünktlich zum Jubiläum angeschickt, um das ursprünglich als Trilogie geplante Konzept fortzusetzen und zu vervollständigen, und als kleinen Vorgeschmack auf das was noch kommen mag, gibt es also nun "Overture Of The Wicked", bestehend aus einem brandneuen Track und den neu aufgenommenen drei letzten Tracks des "Something Wicked..." Albums.

Und ich frage mich allen Ernstes, wie man bei so einer kleinen harmlosen EP, von der sogar nur ein einziger Song neu ist, so viel Mist damit anstellen kann. Während der neue Track "Ten Thousand Strong" noch relativ gut geraten ist, standen mir bei den Neuauflagen der drei Klassiker fast schon die Tränen in den Augen. Ja man merkt wohl, dass mir das Teil überhaupt nicht gefällt, aber im Gegensatz zu vielen anderen Stimmen, die das alles an dem guten Ripper Owens festmachen, sehe ich das alles etwas differenzierter.

Auch ich bin einer derjenigen, die Barlow noch immer nachtrauern, ich denke Owens passt stimmlich, stilistisch einfach nicht so gut zum Sound, aber ich schätze ihn und seine Qualitäten als Sänger sehr hoch ein. Er kann unglaubliche Dinge mit seiner Stimmt anstellen, nur tut er es nicht. Es mangelt etwas an Aggression, vor allem an den Stellen die prädestiniert dafür wären, es wirkt sehr ruhig und beschaulich, und Ripper verteilt die Höhen und Tiefen anders, als man es von den Original Aufnahmen kennt. Auch die Akzente und Betonungen sind anders, aber das war es im Grunde auch schon, es gibt keine qualitativen Mängel in der Stimme, lediglich über die Umsetzung lässt sich streiten. Dass aber "Overture Of The Wicked" derart misslungen ist und "The Glorious Burden" schon fast wieder wie ein Meisterwerk erscheinen lässt, daran hat die unpassende Stimme Owens gewiss nicht alleine Schuld.

Der Schrecken liegt vor allem in der Produktion, die Tracks sind alle einen Tick langsamer als das Original, was einem nicht unbedingt direkt auffallen muss, allerdings geht dadurch ein großer Teil der Dynamik einfach verloren, und durch die Staccato Riffs von Schaffer, die noch abgehackter als sonst wirken, wird dieser Effekt noch verstärkt. Die Drums klingen auch ziemlich flach, und was sind das für Conga Trommeln in den ruhigen Parts? Das klingt nicht gut und lässt jede Hoffung auf Atmosphäre im Keim ersticken, die Produktion insgesamt wirkt so kalt und starr wie ein metallischer Klumpen. Die ganze Sache klingt lahm, undynamisch, überhaupt nicht mitreißend oder begeisternd, als wäre es ohne Herz und Seele produziert, und das einzige, wirklich einzige, das sich gut daran anhört ist die Double Bass beim Refrain von "The Coming Curse".

Ich habe auch schon Stimmen gehört, die meinten das hört sich gut an, diese Meinung kann ich einfach nicht teilen, und wenn man die alten Aufnahmen neben diese neuen hält, klingt das wie drei Cover Versionen, und wie jeder weiß ist ein Cover nie so gut wie das Original, und in den meisten Fällen sollte man eben deshalb von guten Tracks die Finger lassen. Wenn das die Vorausdeutung auf das ist was uns noch erwartet, dann kann man wahrlich sagen: "Something Wicked This Way Comes".

(Online 19. Juli 2007)

Gabriel Doser



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