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Ignitor - Road Of Bones (9,5/10) - USA - 2007

Genre: US-Metal
Label: Cruz Del Sur Music
Spielzeit: 52:46
Band homepage: Ignitor

Tracklist:

  1. Death On The Road
  2. Road Of Bones
  3. Scarlet Enigma
  4. March To The Guillotine
  5. Wings Of The Blackheart
  6. Hymn Of Erin
  7. Phoenix
  8. Broken Glass
  9. Castle In The Clouds
  10. God Of Vengeance
  11. Reinheitsgebot
Ignitor - Road Of Bones

Endlich ist es soweit! Die heißesten Newcomer aus Texas bringen endlich ihr Debütalbum auf den Markt. Nach der famosen EP „Take To The Sky“ und einem fulminanten Auftritt (der beste einer Openingband überhaupt) auf dem deutschen KEEP IT TRUE-Festival, durfte man gespannt sein, wie sich die Amis auf voller Albumlänge schlagen werden? Wie zu erwarten hat sich der Warteprozess gelohnt. Über das italienische Cruz Del Sur-Label kommen wir weltweit in den Genuss feinsten US-Metals der rauen Sorte.

 

IGNITOR sind kein Kraftfutter für die so genannten Fans des melodisch/symphonischen Powermetals, der da aus Italien und Skandinavien rübergeschwappt kommt und happy und lieblich klingt. Nein, IGNITOR sind dreckig, gemein und kommen meiner Definition von Metal sehr nahe. Diese ist nämlich roh und ungeschliffen, geizt nicht mit Gitarrensoli und handelt auch nicht von Drachen und Elfen, eher von realen Dingen. Natürlich orientieren sich IGNITOR nach den Achtzigern und werden Jungmetaller wohl eher abschrecken, denn hier regiert die wilde Axt, umschwirrt von krassen Screams, die sogar einen gewissen Kauzfaktor besitzen. Für die wahnwitzigen Schreie ist (falls ihr es noch immer nicht wisst) eine Lady, namentlich Erika Swinnich, verantwortlich. Dass solch eine zierliche Person mit einer dermaßen hammerharten Reibeisenröhre gesegnet ist, ist immer wieder beeindruckend.

 

Dann gibt es immer wieder wunderschöne Gitarrenläufe ala IRON MAIDEN, was für US-Metal ja typisch ist. Ich stehe eben auf diesen Stil und kann kaum genug bekommen. Die Musik selbst ist zwar etwas komplex aufgebaut, hat aber dennoch genug Parts, die mitreißen und einen packen, um die Nackenwirbel ordentlich zu verbiegen. Es wird einige Anläufe dauern, aber für Leute, die sich nicht länger als einige Minuten konzentrieren können, ist das ehe die falsche Platte. Übrigens wird nicht nur geschrieen, denn auch herrliche Melodylines kommen ebenfalls zum Einsatz. Wie so oft: US-Metalfreaks müssen zugreifen! Metal ist the law, was denn sonst!

(Online 17. Oktober 2007)

Ralf Henn



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