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55 tablaturen für Amorphis


Amorphis - Silent Waters (9,5/10) - Finnland - 2007

Genre: Dark Metal / Death Metal
Label: Nuclear Blast Records
Spielzeit: 46:49
Band homepage: Amorphis

Tracklist:

  1. Weaving The Incantation
  2. A Servant
  3. Silent Waters
  4. Towards And Against
  5. I Of Crimson Blood
  6. Her Alone
  7. Enigma
  8. Shaman
  9. The White Swan
  10. Black River
  11. Sign (Bonus Track)
Amorphis - Silent Waters

Der AMORPHIS Output „Silent Waters“ gehört für mich ganz klar zu den Metal Highlights des Jahres 2007. Kaum ein anderes Album hat mich im letzten Jahr mehr begeistert als das Werk der Finnen. Wieder einmal ist es den Herrschaften aus dem hohen Norden gelungen, aus Death/Dark Metal, sehr eingängigen Melodien und einer guten Portion Melancholie ein wahres Hammeralbum zu schmieden.

 

Musikalisch bewegt sich „Silent Waters“ deutlich im Fahrwasser des Vorgängers „Eclipse“, kann aber durch noch ausgewogeneres Songwritting überzeugen. Einen großen Anteil am Erfolg der Platte hat mit Sicherheit Sänger Tomi Joutsen, der in meinen Ohren wesentlich besser singt/growlt als sein Vorgänger. Besonders bei melancholischen Schmachtwerken wie dem Titeltrack oder dem düsteren „Black River“ trägt die Stimme von Joutsen zum Gänsehautfeeling bei. Aber auch wenn der Mann growlt, wie bei „Weaving The Incantation“ oder „A Servant“ weiß er zu gefallen. Auf der ganzen Platte findet sich kein schwacher Song (nur der Bonustrack „Sign“ fällt leicht ab), nur absolute Ohrwürmer. Die melodischen Gitarren und düsteren Keyboards (die sich schön im Hintergrund halten) entführen den Hörer in eine andere Welt, in der Tomi Joutsen der dunkle Reiseleiter zu sein scheint.

 

Um es auf den Punkt zu bringen: „Silent Waters“ ist ein Album mit Herz und Seele. Die erzeugte Atmosphäre zieht einen für lange Zeit in ihren Bann, so das die Platte eine unheimliche Langzeitwirkung entwickelt. Hört euch Ohrwürmer wie das folkloristische „Shaman“ oder das gewaltige „Towards And Against“, oder jeden anderen Song der Platte an und ihr werdet verstehen was ich meine.

 

AMORPHIS Fans werden das Album sicher schon lange in ihrer Sammlung haben. Deshalb lege

ich die Scheibe allen ans Herz die noch nach einem düsteren, aber eingängigen Album suchen, das ihnen die langen Winterabende versüßen soll. Da AMORPHIS die Death Metal Anteile ja schon lange zurückgefahren haben, dürften auch „Normal Metaler“ etwas mit „Silent Waters“ anfangen können. Falls ihr die Platte irgendwo seht, testet sie an. Ihr werdet begeistert sein.


Anspieltipps: „Silent Waters“, Towards And Against”, “Shaman”

(Online 18. Februar 2008)

Patrick Weiler



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