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Gates Of Winter - Lux Aeterna (8,5/10) - Kanada - 2008

Genre: Progressive Metal
Label: Eigenproduktion
Spielzeit: 49:44
Band homepage: Gates Of Winter

Tracklist:

  1. Life Force Rapture
  2. Burning Kingdom I - A Dark Affliction
  3. Burning Kingdom II - Heavenly Insurgence
  4. Burning Kingdom III - Lux Aeterna
  5. The Wildwood Pariah
  6. Winter Flight
  7. Gates Of Winter
  8. From The Flesh
  9. Omega
Gates Of Winter - Lux Aeterna

Kanada überrascht weiterhin mit jungen Bands, die sich gekonnt einer einfachen Kategorisierung entziehen und ihr Bestes versuchen, um ihre eigene Nische zu finden, dabei aber dennoch auch für die Allgemeinheit zugänglich bleiben. Nachdem Montreals SEQUENCE jetzt schon zwei Mal bewiesen haben, dass man kein Label braucht, um hohe Qualität zu produzieren, egal ob musikalisch, im Sound oder visuell, und jetzt kommen Sault Ste. Marie’s GATES OF WINTER mit ihrem Debüt „Lux Aeterna“ daher und wagen sich auch in die progressiven Regionen des Metal vor, sind aber dennoch nicht Progressive Metal im traditionellen Sinne (ich weiß, es ist irgendwie ein Widerspruch von „traditionellem Prog“ zu sprechen, oder nicht?).

 

Worum geht es also bei diesem Quintett? Nun, sie sind eine dieser Bands, die sich den üblichen Genrekategorisierungen entzieht, da sie sich mühe- und nahtlos durch verschiedene Genres schlängeln, ihren Songs trotz der Rhythmuswechsel ein organisches Feeling gebend. Nehmt als Beispiel den Gegensatz des beinahe zerbrechlich wirkenden Anfangs von Opener „Life Force Rapture“ und vergleicht ihn mit den Double-Bass-getriebenen, riffbeladenen Passagen desselben Songs, um zu sehen, dass diese Jungs nicht nur eine weitere Band sind, die versuchen aus dem letzten Trend Kapital zu schlagen. Ich muss auch die Gesangsleistung von Lee Maines (auch Rhythmusgitarre) erwähnen, denn er beherrscht die klare, emotionale Stimmlage ebenso wie Death Metal-Growls, aber es ist weniger, dass er beides einsetzt, sondern vielmehr wie mühelos er zwischen ihnen zu wechseln vermag.

 

Die Band selbst nennt ihre Musik Symphonic Metal, aber eine düstere Version des Progressive Metal liegt näher, da ich Elemente aus Prog, Gothic, Death und auch ein paar orchestrale und symphonische Einflüsse ausmachen kann, die ein paar leichte Parallelen zu Bands wie OPETH, SEQUENCE oder auch anderen zulassen, aber sie klingen nicht wie irgendjemand anderes und das ist eine der geilen Eigenschaften von „Lux Aeterna”. Mein Lieblingstrack ist aber die “Burning Kingdom”-Trilogie, welche wundervolle Dynamiken, Melodien und Abwechslungsreichtum zur Schau stellt, viele Bands versuchen jahrelang epische Kompositionen wie diese auf die Beine zustellen, aber nur wenige schaffen eine solche Qualität zu einem so frühen Zeitpunkt in ihrer Karriere hinzulegen (die Jungs sind allesamt in den frühen Zwanzigern)!

 

Einer der besten Newcomer, die ich in einiger Zeit gehört habe, mit Reife und Qualität weit jenseits ihres Alters. Wenn GATES OF WINTER mit diesem Album nicht schon all ihre kreativen Säfte verbraten haben, können wir den Jungs noch eine tolle Zukunft vorhersagen und dass sie nun auch WOODS OF YPRES-Drummer David Gold in ihren Reihen haben, sollte ihre Feuerkraft noch weiter verstärken. Wenn euch eine Mischung der genannten Stile zusagen könnte, die zudem noch frisch klingt, holt euch „Lux Aeterna“ jetzt, erhältlich bei der Band selbst und auch ein paar Versandfirmen, ihr werdet es nicht bereuen!

(Online 2. August 2008)

Alexander Melzer



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