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Corruption - Pussyworld (6/10) - Polen - 2002

Genre: Stoner Rock
Label: Metal Mind Records
Spielzeit: 60:37
Band homepage: Corruption

Tracklist:

  1. Wardog
  2. Junkie
  3. Wasted
  4. Manitou
  5. Die Young
  6. Whispering
  7. Witcher
  8. Pussy Guest & Chain Saw Hash
  9. Never Get Old
  10. The Day After
  11. Paranoid
  12. Perfect Strangers
Corruption - Pussyworld
Das Jahr 2002 neigt sich nun langsam dem Ende zu und in vielen Redaktionen werden bereits die Formulare für die Jahreswertungen aus den Archiven gekramt. Bei den Jahrespolls dürften aber erstmals in ihrer zehnjährigen Laufbahn auch die polnischen CORRUPTION ein Wörtchen mitreden. Nämlich in den Sparten gräßlichtes Coverartwork und bescheuertster Albumtitel. Denn was man mit der grellbunten und peinlich kitschigen Bookletbemalung, außer verkaufsmindernder Kundenabschreckung, bezwecken wollte bleibt im Verborgenen. Dazu kommt die reichlich kindische Auswahl des Albumtitels, denn mit "Pussyworld" ist man ganz klar ins Fettnäpfchen getreten und hat außer hämischem Gelächter seitens der Hörerschaft nichts besseres verdient. Hier werden Klischees verbraten, die niemand mehr braucht und in weiterer Folge auch den Genuss der Musik beeinträchtigen.

Auch wenn dies unfair erscheint, so wäre es wohl sinnvoller gewesen, das neue und mittlerweile vierte Album ohne Cover und Titel zu verscherbeln, anstatt sich mit einer derartigen Aufmachung in die Nesseln zu setzen. Nun gut, die Marschrichtung von CORRUPTION ist eindeutig Hard Rock mit einer tonnenschweren Portion jener Bands die unter den Begriff "Stoner Rock" fallen. Demnach sind die Einflüsse schnell ausgemacht und dass man KYUSS und Konsorten mehr als verehrt, liegt schon nach den ersten Tracks klar auf der Hand. Natürlich standen auch BLACK SABBATH, ORANGE GOBLIN oder MONSTER MAGNET immer wieder Pate und grinsen an allen Ecken und Enden hervor. Dennoch können "Wardog", "Wasted" oder "Whispering" durchaus überzeugen, hingegen "Junkie" oder "Pussy Quest & Chain Saw Hash" eher ins untere Mittelmaß rutschen und immer wieder dazu verleiten, den Silberling aus dem CD-Schacht zu entfernen.

Zwar überwiegen die positiven Ansätze durchaus, der Aufstieg in die erste Liga bleibt aber dennoch vorerst verwährt. Dabei sind aber nicht die spielerischen Fähigkeiten das Problem, sondern vielmehr das richtige Gefühl für mitreißende Songs, die man nun mal nicht im Supermarkt um die Ecke erstehen kann. Als Draufgabe bekommt man in Form von "Paranoid" (BLACK SABBATH's meistgecoverter Song bisweilen) und "Perfect Stranger" (DEEP PURPLE) noch zwei mehr oder weniger gelungene Coversongs, die auch das Ende von "Pussyworld" beschließen.

Sollte man beim nächsten Album in der Lage sein, die grafischen Ergüsse etwas im Zaum zu halten und dafür die musikalische Seite mit mehr Einfallsreichtum zu versehen, dann könnte durchaus eine Überraschung möglich sein. (Online 07. November 2002)

Alexander Ehringer



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