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Stahlhammer - Eisenherz (6/10) - Österreich - 2002

Genre: Modern Metal
Label: Stahlhammer
Spielzeit: 51:06
Band homepage: Stahlhammer

Tracklist:

  1. Und Ich Bring Dir Die Hölle
  2. Marilyn
  3. Eisenherz
  4. Für Immer
  5. Eisbär
  6. Bis In Alle Ewigkeit
  7. Träum Von Mir
  8. Kein Priester
  9. Grabesnacht
  10. Süsses Leid
  11. Krieg Ist Eine Droge
  12. Hölle
  13. Eisenherz (Enhanced Videotrack)
Stahlhammer - Eisenherz
STAHLHAMMER sind die österreichische Antwort auf all die deutschsprachigen Metal Acts die sich seit dem Aufstieg von RAMMSTEIN in rauhen Mengen angesammelt haben. Ihre durchaus beachtliche Karriere kann sich sehen lassen und nur wenige Bands aus Österreich können sich mit den Wienern in dieser Hinsicht messen. Neben unzähligen Live Auftritten, Gastspielen am Wiener Opernhaus und drei äußerst erfolgreiche Alben, war es bereits im Jahre 2000 wieder einmal an der Zeit für musikalischen Nachschub zu sorgen. Mit dem neu rekrutierten Gitarristen Nico Stössl begannen Gary Wheeler (Vocals), Peter Karolyi (Bass) und Michael Stocker (Drums) emsig an den Songs für "Eisenherz" zu arbeiten.

"Träum Von Mir" sowie "Kein Priester" waren die ersten Tracks, die für das nun vorliegende Werk entstanden. Es ist offensichtlich, dass man sehr überlegt und ohne Druck an die neuen Kompositionen heranging. Schon der Opener "Und Ich Bring Dir Die Hölle" macht gehörig Druck und eröffnet ein Album, dass so einige Überraschungen parat hält und für Fans der "Neuen Deutschen bzw. Österreichischen Härte" wie gerufen kommen dürfte. Zu den weiteren Highlights gehören "Marilyn", eine Lobeshymne an Marilyn Monroe samt dazugehörigen Samples der blonden und viel zu früh verstorbenen amerikanischen Schauspielerin und Sängerin, das schwer groovende Titelstück "Eisenherz" oder das kritische "Krieg Ist Eine Droge". Dazu kommt noch die witzige NDW Coverversion "Eisbär", die auch in so manchen Dance Clubs für Furore sorgen müsste.

Dennoch wird es STAHLHAMMER schwer fallen, an ihre Erfolge anzuknüpfen, da die Konkurrenz in diesem Genre nicht zu unterschätzen ist und viele Ideen bereits mehr als einmal verwurstet wurden. Vergleiche mit zuvor bereits genannten RAMMSTEIN wird man sich ohne Widersprüche gefallen lassen müssen, denn nach weltbewegenden Neuerungen sucht man großteils vergebens. Natürlich ist es kein leichtes Unterfangen in einem mittlerweile schwer limitiertem Musikbereich großartige Veränderungen herbeizuführen. Dies ist auch das Problem mit dem "Eisenherz" zu kämpfen hat, denn schon nach wenigen Durchläufen verliert das neue Werk an Durchschlagskraft und spielt sich demnach sehr schnell ab.

Freunde des modernen deutschen Metals sollten aber trotzdem mal beide Ohren riskieren, da das musikalische Können sowie der wirklich fette Sound zumindest für einen leider etwas begrenzten Zeitraum für gute Unterhaltung sorgen. (Online 07. November 2002)

Alexander Ehringer



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