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Bewertungserklärung

3 tablaturen für Root


Root - Black Seal (10/10) - Tschechische Republik - 2001

Genre: Dark Metal
Label: Redblack Productions
Spielzeit: 73:47
Band homepage: Root

Tracklist:

  1. The Festival Of Destruction
  2. The Incantation Of Thessalonian Women
  3. Nativity
  4. His Eyes Were Dark
  5. Black Seal
  6. The Faith
  7. Salamandra
  8. Necromancy
  9. Theriak
  10. The Mirror Of Soul
  11. Liber Prohibitus
  12. ...Before I Leave!
Root - Black Seal
Habt ihr schon was von den Black Metal-Göttern ROOT aus der Tschechischen Republik gehört? Nein, dann solltet ihr das schleunigst nachholen. Man könnte deren Musik auch als Okkult Metal bezeichnen, denn mit dem, was ihr so unter dem schwarzen Banner kennt, haben ROOT eher weniger zu tun. Ihre vertonte dunkle Kunst klingt völlig eigenständig und man hört ihre slawischen Wurzeln deutlich heraus.

Jiri Valter, genannt "BIG BOSS" ist der Kopf von ROOT. Der Mann ist nicht nur für den Gesang zuständig, sondern auch Mitglied der FIRST CHURCH OF SATAN. Ein Mann, der nicht nur Phrasen und pseudosatanischen Schwachsinn wiederkäut, er hat Ahnung von der Materie. Seine Texte haben durchaus auch philosophisches, er ist ein unerschöpflicher kreativer Kopf. Sein oft tenorähnlicher Gesang klingt sehr boshaft, sein Flüstern geheimnisvoll, auch Gegrunze taucht zuweil auf, aber eher seltener. Ein eigenwillige Art zu singen, fürwahr, aber auch eine originelle. Du wirst BIG BOSS aus Tausenden von Bands heraushören… Außerdem macht die Kauzigkeit dieses Gesanges einen großen Reiz an ROOT aus!

Musikalisch geht es auf "Black Seal", dem mittlerweile sechsten ROOT-Studioalbum eher schleppend zu. Doomige, fette Gitarren entfachen ein Höllenfeuer und über allem thront der göttliche Tenor von Big Boss. Durch die Hinzunahme allerlei Chöre, wie ihr sie sicher noch nie gehört habt, wird eine beschwörende Atmosphäre geschaffen, der man sich schwer entziehen kann. Dann noch diese weinenden Gitarrensoli, ergreifend und völlig entfesselnd! Wahnsinn! Freunde obskurer Bands a la MANILLA ROAD oder CIRITH UNGOL sollten unbedingt einmal ROOT antesten. Ihr werdet es nicht bereuen!

Auf alle einzelnen Songs einzugehen, dürfte den Rahmen wohl sprengen. Alle Songs sind dermaßen vollgepumpt mit Überraschungen und düsterer Spannung, dass man fast jauchzen möchte! Einzig allein der 19 minütige Rausschmeißer "Before I Leave" liegt mir schwer im Magen. Der (an sich geniale) Song endet in einem nicht mehr enden wollenden Acapella-Chor…Das scheint wohl deren Art von Humor zu sein. Hört selbst rein, mehr wird nicht verraten! Ansonsten, die Platte des Jahres, scheiße war ja von 2001. Egal, zeitlose Musik ist immer aktuell… (Online 29. November 2002)

Ralf Henn



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