The Metal Observer - Everything in Metal!

Band-Archiv: Metalheads online.  
# | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z Nach Land | Nach Stil | Nach Reviewer






Bandhistory folgt.

Weitere Reviews
Aktuelle Updates
Artikel drucken
Bewertungserklärung



Deepred - Prophetic Luster (9/10) - Finnland - 2001

Genre: Death Metal
Label: Forensick Music
Spielzeit: 30:45
Band homepage: Deepred

Tracklist:

  1. Hi-Speed Confusion
  2. Multiple Errors
  3. Dismissed From Life
  4. Luster
  5. In Cold Blood
  6. A Song For The Lovers
  7. A Relentless Path
  8. Homogenous World
  9. All Will See Rebirth
Deepred - Prophetic Luster
DEEPRED kommen aus Finnland und klingen ü-ber-haupt-nicht nach STRATOVARIUS, SENTENCED oder CHILDREN OF BOR(E)DOM. Lasst uns ein paar Liter Bier trinken und uns an dieser Tatsache erfreuen. (Kurznotiz: Zwei Songtitel vom nächsten COB Album: "Bodom Beach Terror" und "Little Bloodred Ridin' Hood" ... mir fehlen die Worte).

BLOODRED rocken einfach geradeaus in die Magengrube. Die-Augäpfel-durchs-Rektum-befördernd. Tod. Fucking. Metal. Auf Nordamerikanische Art und Weise gespielt, mit ein wenig quebecischem Feuer in den Riffs a la CRYTOPSY. DEEPRED leisten exzellente Arbeit - das Tempo und die Texturen jedes Songs verändernd schaffen sie es, den Hörer auf Dauer zu erstaunen und selten bis niemals zu langweilen. Die Riffs an sich sind von gewaltigem Kaliber und klingen von Zeit zu Zeit ein wenig nach SUFFOCATION, prophezeiend, dissonant und doch schon nach wenigen Durchläufen einprägsam. Im Kontext der cleveren Songstrukturen, kommt die Technik der Riffs kein Bisschen protzig daher. Einfach gesagt - brutaler Death Metal mit Seele. Das Songwriting zeigt, dass besondere Aufmerksamkeit darauf gelegt wurde auf Stimmung und Gefühle, die Songstrukturen zeigen einen großen Hang zur Kontinuität zwischen allen Passagen. Anstatt einfach zu sagen "Hey, lasst uns einfach schnell und technische versiert draufhauen!", haben Sie wirklich großen Aufwand betrieben, um fortschrittliche, technisch hochwertige mit unterschiedlichen Passagen zu schreiben, welche fließend ineinander übergehen, um nicht bei jedem Riff-Wechsel eine Ziegelsteinmauer einreißen zu müssen oder non-stop Blastbeats zu knüppeln die nirgendwohin führen und nichtssagend sind.

Die Performance und die Produktion sind Beide genauso exzellent. Eine kraftvolle crunchige Gitarre, die bei den Tremolo-pick Parts sachgerecht drohend klingt. Die Snare hat einen charakteristischen Timbale-artigen Klang, der den Sound von "None So Vile" erinnert (auch wenn dieser Drummer längst nicht in Flo's Klasse spielt). Der Gesangsstil passt zu DEEPRED wie der sprichwörtliche Handschuh, irgendwo zwischen Lord Worm und Glen Benton. Der Bassist bekommt seine Streicheleinheiten in der Mitte von "A Relentless Path", wo er einige exquisit schlängelnde DiGiorgio-inspirierte Licks raushaut. Fuck Yes!!!

Intensiver, erfreulicher Death Metal aus den nördlichsten Regionen. Ich freu mich wie die Sau im Dreck. (Online 28. November 2002)

Gabriel Gose



© 2000-2013 The Metal Observer. Alle Rechte vorbehalten Haftungsausschluss