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Wurdulak - Severed Eyes Of Possession (9/10) - Norwegen - 2002

Genre: Black Metal
Label: Season Of Mist
Spielzeit: 37:55
Band homepage: Wurdulak

Tracklist:

  1. Rescued By Oblivion
  2. The Downfall Of Pity
  3. Unified Global Misanthropy
  4. Xisnasusania
  5. Son Of Man
  6. Sin Eater
  7. Perpetual Domination
  8. Revelations
  9. The Exquisite Taste Of Selfishness
  10. Severed Eyes Of The Possession
Wurdulak - Severed Eyes Of Possession
Nachdem ich bereits zweimal die Entstehung der Band WURDULAK geschildert habe (zu lesen bei meinen Reviews zu "Ceremony In Flames" und "Creature Feature Part II)", nehme ich an, dass der Name der Band der Leserschaft geläufig sein dürfte. Die vielbeschäftigten Musiker haben sich einmal mehr für ihren vierten Release zusammengerauft, nachdem man bereits das Debütalbum und zwei Split-CDs mit GORELORD veröffentlichte. "Severed Eyes Of The Possession" ist sein Name und wird über das französische Label Season Of Mist herausgebracht, die auch einige der Bands beherbergen, in denen WURDULAK sonst noch spielen.

Wenn ihr glaubt, "Severed Eyes Of The Possession" sei eine direkte Fortsetzung zu "Ceremony In Flames", dann täuscht ihr euch. Obwohl das Artwork in der Nachfolge zum Debütalbum steht, mit dieser Nonne, die wiederum verstümmelt wird, diesmal durch einen Raben, der ihr die Augen auskratzt, musikalisch haben sich WURDULAK für eine viel brutalere Ausrichtung entschieden. Sie haben teilweise den Old School Stil verlassen (wobei der alte WURDULAK Stil noch deutlich herauszuhören ist) und konzentrieren sich mehr auf das Schaffen von etwas sehr sehr Bösem. Doch auch kurze, akustische Riffs, die alle sehr bedrohlich klingen, tragen zur Bösartigkeit bei, die hervorragend zum schrecklichen Artwork passt. Was sich auch im Vergleich zu "Ceremony In Flames" geändert hat, das sind die "Vo-kills" von Maniac und Killjoy, die sich diesmal mehr abwechseln anstatt Gesangskriege während den Songs zu führen. Das nimmt zwar etwas vom originellen Aspekt der Band, doch die neuen Elemente gleichen das mehr als aus. Es gibt zudem zwei Tracks auf "Severed Eyes Of The Possession" zu hören, die bereits auf der "Creature Feature Part II" Split-CD mit GORELORD zu hören waren, wobei "The Downfall Of Pity" andere Lyrics hat als noch auf der Split-CD. Es ist eine Schande, dass das fantastische "Contamination", das ebenso auf der Split-CD war, hier nicht zu hören ist, andererseits lohnt sich dann aber wenigstens der Kauf der Split-CD! Außerdem braucht dieses Album keinen weiteren, großartigen Song, denn ganz offen gesagt, ist dieses Album voll von tollen Songs! Die Hinzunahme von den akustischen Parts, dem brutaleren Drumming von Jehmod (z.B. die Doublebass), der höhere Abwechslungsreichtum in der musikalischen Struktur… allesamt bereichert WURDULAK jedenfalls, und das in einem solchen Ausmaß, dass sie regelrecht ein Killerschema haben, das meiner Meinung nach im Black Metal einzigartig ist. Ich möchte nochmals auf "The Downfall Of Pity" verweisen, es ist ein sehr dynamischer Track, aber auch der Opener "Rescued By Oblivion", oder "Unified Global Misanthropy" oder "The Exquisite Taste Of Selfishness" sind zum einen repräsentative Songs, was den Sound der Band angeht und zum anderen einfach unglaubliche Killertracks.

Mit diesen Bereicherungen in ihrem musikalischen Konzept, schaffen es WURDULAK zwar nicht unbedingt, ihre vorherigen Werke zu toppen, aber was viel wichtiger ist, sie gehören damit auf jeden Fall zur Speerspitze des Black Metals. Dies ist bei Weitem eines der besten Black Metal Alben 2002 und zudem ein wahrer Verteidiger des bösartigen Herrschens! "Severed Eyes Of The Possession" sollten anspruchsvolle Black Metal Fan gehört haben! (Online 18. Februar 2003)

Vincent Portegijs



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